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Veröffentlicht am 11.03.2026 13:02

Helfende Hand und gutes Licht: 3 Tipps fürs Wohnen im Alter

Der Fußboden sollte frei von Stolperfallen sein. Auch rutschfeste Fliesen in Küche und Bad können für eine bessere Trittsicherheit sorgen. (Foto: Wolfram Kastl/dpa/dpa-tmn)
Der Fußboden sollte frei von Stolperfallen sein. Auch rutschfeste Fliesen in Küche und Bad können für eine bessere Trittsicherheit sorgen. (Foto: Wolfram Kastl/dpa/dpa-tmn)
Der Fußboden sollte frei von Stolperfallen sein. Auch rutschfeste Fliesen in Küche und Bad können für eine bessere Trittsicherheit sorgen. (Foto: Wolfram Kastl/dpa/dpa-tmn)

Sehen, laufen, lesen, bücken: Im Alter ändert sich manches und so einiges fällt auf einmal gar nicht mehr so leicht. Gut, wenn die eigenen vier Wände dann immer noch den eigenen Bedürfnissen entsprechen. Ist das nicht der Fall, kann man sich den Alltag aber auch durch die ein oder andere Umgestaltung oder Neuanschaffung vereinfachen - und Gefahren möglichst bannen. 

Auf diese drei Dinge kann man achten:

1. Ein Boden ohne Stolperfallen

Teppiche machen Räume gemütlich. Doch einzelne Teppiche können gefährliche Stolperfallen werden. Daher räumt man sie besser aus Laufwegen in Flur, Wohnzimmer und Co. weg. Wer auf Teppich nicht verzichten will, kann laut Verbraucherzentrale stattdessen auch fest verlegte Teppichware für die Wohnung wählen. 

Das geht nicht? Dann sollte man der Aktion „Das sichere Haus“ (DSH) zufolge Läufer und Teppiche zumindest mit Klebebelägen und Antirutschunterlagen sichern - und darauf achten, dass es keine hochstehenden Ecken, Kanten und Falten gibt. 

In der Dusche kann man gegen Ausrutschen auf Antirutsch-Klebefolien setzen. „Sie sind auf der Oberseite angeraut, ähnlich wie Sandpapier und auf der Unterseite mit einer Klebeschicht versehen“, erklärt Ergotherapeutin Sibylle Liebchen gegenüber dem Magazin „Ich pflege“ (Ausgabe 02/2025). Es gibt sie in verschiedenen geometrischen Formen und Farben oder auch in transparent.

Sie planen eine Renovierung? Dann lohnt auch ein Blick auf den Bodenbelag im Bad. Denn gerade feuchte Fliesen können schnell zur Rutschbahn werden. Am besten wählt man deshalb Fliesen mit möglichst hoher Rutschhemmung. Achten kann man dafür auf den R-Wert. Je höher der ausfällt, desto rutschhemmender ist die Fliese.
Für Nass- bzw. Barfußbereiche wird der Grad der Rutschhemmung in den Gruppen A bis C angegeben, schreibt der Bundesverband Keramische Fliesen auf seiner Webseite. Fliesen mit der Kennzeichnung „R 11 B“ wären dann bei Nässe noch trittsicher.

2. Am Licht drehen

Mit dem Alter lässt die Sehkraft nach. Darauf kann man sich einstellen – und zum Ausgleich auf höhere Beleuchtungsstärken setzen. 

  • Die Brancheninitiative „licht.de“ rät, auf einen hohen Lumen-Wert auf der Verpackung von Leuchtmitteln zu achten. Das bedeutet, dass die Lichtquelle heller ist. 
  • Wer noch Watt im Kopf hat und damit vergleichen möchte: eine 60 Watt starke Glühbirne entspricht 700 bis 750 Lumen. 
  • Achten Sie außerdem auf eine gute Farbwiedergabe der Leuchtmittel. Ausschlaggebend ist hier der Ra-Wert. Laut „licht.de“ sollte er nicht unter 80 liegen, je höher er ausfällt, desto besser.

Ein weiterer Tipp der Brancheninitiative: Zuhause auf eine Kombination von indirekter und direkter Beleuchtung setzen. Das vermeidet Blendungen. Am besten vermeidet man außerdem große Helligkeitsunterschiede im Blickfeld. Sie führen dazu, dass sich die Augen an die helleren Bereiche anpassen und Einzelheiten in dunklen Zonen nicht mehr richtig erkannt werden. Gegenstände in dunklen Ecken werden dann besonders schnell zu Stolperfallen.

Übrigens: Orientierungslichter für die Steckdose, die einen Bewegungs- und Helligkeitssensor haben, können den nächtlichen Gang zur Toilette sicherer machen. Stufen lassen sich durch LED-Streifen markieren.

3. Auf Hilfsmittel setzen

Nicht immer müssen es die ganz großen Umgestaltungen sein, die die Wohnung wohnlicher fürs Alter machen – und den Alltag dort erleichtern. Auch kleinere Helferlein können einen Unterschied machen. Eines davon: eine Greifhilfe mit einer Greifzange, die sich mit einem Griff am oberen Ende bedienen lässt.

Mit der sogenannten helfenden Hand kann man etwa heruntergefallene Gegenstände aufheben, ohne sich zu bücken – oder beim Ausziehen nach den Socken angeln. Greifhilfen gibt es in unterschiedlichen Längen, mit verschiedenen Schließmechanismen und auch die Kraftübertragung kann unterschiedlich ausfallen.

Sibylle Liebchen, die Beraterin beim Verein „Barrierefrei Leben“ in Hamburg ist, empfiehlt, verschiedene Greifhilfen auszuprobieren. Sinnvoll: Vor dem Kauf klären, ob man die helfende Hand vorwiegend im Stehen oder im Sitzen verwenden will

© dpa-infocom, dpa:260311-930-801146/1


Von dpa
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