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Veröffentlicht am 26.01.2026 14:50, aktualisiert am 26.01.2026 15:35

Hier ist ab sofort Skisaison: Drei Lifte in der Region haben geöffnet

Skifahren geht nur in den Bergen? Von wegen: Für kurze Zeit kommen Wintersportfans auch in Westmittelfranken auf ihre Kosten. (Symbolbild: Benjamin Nolte/dpa-tmn)
Skifahren geht nur in den Bergen? Von wegen: Für kurze Zeit kommen Wintersportfans auch in Westmittelfranken auf ihre Kosten. (Symbolbild: Benjamin Nolte/dpa-tmn)
Skifahren geht nur in den Bergen? Von wegen: Für kurze Zeit kommen Wintersportfans auch in Westmittelfranken auf ihre Kosten. (Symbolbild: Benjamin Nolte/dpa-tmn)

Die Schneepracht in der Region lässt auch die Skivereine jubeln: Bei diesen Mengen Neuschnee lassen sich ihre Skilifte anwerfen. Zwei Pisten sind ab jetzt in Westmittelfranken präpariert. Hinzu kommt ein Standort für Tiefschnee-Fans.

Skilift in Birkach: Auch bei Flutlicht in Betrieb

Den Anfang machen die Ski- und Wanderfreunde Birkach-Elbersroth im Landkreis Ansbach. Deren Skilift im Herrieder Ortsteil Birkach ist am Montag um 14 Uhr angelaufen. Ab sofort soll nach Mitteilung des Vereins auf Social Media der Lift täglich von 15 bis 20 Uhr geöffnet sein – so lange, bis der Schnee nicht mehr ausreicht.

Skispaß ist dabei auch im Dunkeln garantiert: Der Verein verfügt über eine Flutlichtanlage.

Skilift in Burgbernheim: 700 Meter Pistenspaß und Hüttengaudi

Ebenfalls ab sofort in Betrieb ist der Skilift Burgbernheim im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Letztmals war er Anfang Dezember 2023 an zwei Tagen in Betrieb.

Der Verein zur Förderung des Wintersports hatte bei andauerndem Schneefall am Montagvormittag noch einmal alle Hände voll zu tun. Die Anlage war zwar bereits gerüstet und hat nur noch auf den Schnee gewartet, 15 Zentimeter sind für den Betrieb notwendig, doch die Piste musste noch mit einer Schneekatze und angehängtem Bearbeitungsgerät präpariert werden, erklärt Vorsitzender, Uwe Baumann im FLZ-Gespräch.

Der Weg zum Lift wurde von der Stadt geräumt. Auf der Parkplatzfläche auf einer Wiese haben Vereinsmitglieder den Schnee mit schwerem Gerät befestigt. Eine Schneekanone habe der Verein zwar, allerdings könne mit dieser erst ab Temperaturen von minus 6 Grad Schnee erzeugt werden, so Baumann. Sie sei lediglich dafür gedacht, um kleinere abgefahrene Stellen zu reparieren.

Bleibt der Schnee liegen, befördert der Skilift in den kommenden Tagen ebenfalls von 15 bis 20 Uhr Skifahrende auf den Himmelfahrtsberg. Ab 17 Uhr wird die Piste mit Flutlicht beleuchtet. In der Skihütte können sich die Wintersportler aufwärmen und stärken.

Skilift Kolmberg in Neuhof/Zenn: Hier gibt's Tiefschnee

Ganz spontan reagiert hat letztlich auch der Skiclub Neuhof/Zenn. Seit 14 Uhr läuft der Tellerlift am Kolmberg. Auf rund 250 Metern Abfahrt können sich Skifahrerinnen und Skifahrer hier austoben – sollten aber Spaß am Tiefschnee-Fahren haben. Die Piste ist nämlich nicht präpariert. Das Angebot nahmen am Nachmittag bereits sechs Mutige in Anspruch, berichtet Jürgen Sigmanski vom Skiclub.

Auch am Dienstag soll sich der Lift ab 14 Uhr wieder drehen. Schlittenfahren kann man auf dem Hügel auch, allerdings muss man diesen selbst den Berg hinaufziehen.

Bitteres Ende für den Schlepplift in Mitteleschenbach

In Mitteleschenbach bleibt dagegen das Wintersport-Vergnügen aus. Der Lift lief seit der Pandemie nicht mehr und wird auch in Zukunft nicht mehr laufen. Die Kosten für den laufenden Betrieb würden sich erst nach drei Schnee-Wochen rentieren, erklärt Bürgermeister Stefan Bußinger. Außerdem müssen etliche Reparaturen vorgenommen werden.

Die Gemeinde entschied sich „schweren Herzens”, so Bußinger, dafür, den Lift deshalb nicht weiter zu betreiben. Zum Schlittenfahren wird der Berg trotzdem eifrig genutzt. Hochziehen muss man aber selbst.

Ende der Ski-Ära am Hesselberg

Und auch am Hesselberg wurde die Skifahr-Ära beerdigt: Von 1974 bis 2025 betrieb die Sektion Hesselberg des DAV e.V. einen 350 m langen Schlepplift am Nordhang von Mittelfrankens höchster Erhebung. Die Schneelage war auch hier schon seit vielen Jahren nicht mehr ausreichend für den Liftbetrieb und in der Regel endete die Saison mit null Betriebstagen.


Von Johannes Hirschlach, Katrin Merklein und Antonia Müller
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