Die Steuersenkung für Treibstoffe, die vor wenigen Tagen in Kraft getreten ist, ist an den Tankstellen in Westmittelfranken angekommen. Allerdings nicht komplett und die Unterschiede bei den Benzinpreisen zwischen Hesselberg und Steigerwald sind gewaltig.
Was sich schon bei der ersten Neuregelung abgezeichnet hat, bestätigte sich auch bei der befristeten Steuersenkung: Die Autofahrerinnen und Autofahrer in der Stadt Ansbach müssen besonders tief in die Tasche greifen. Der Preis für die populäre Benzinsorte E5 lag am Dienstag kurz vor 12 Uhr bei etwa 2,14 Euro, Diesel kostete etwa fünf Cent mehr.
Nach wie vor gilt, dass die Preise nur einmal am Tag um 12 Uhr erhöht werden dürfen. Das spielte in Ansbach in den letzten Tagen aber kaum eine Rolle. Zur Mittagsstunde blieben am Dienstag die Schilder an den Tankstellen weitgehend unverändert. Teilweise ist das schon seit Tagen so. Offenbar gibt es in Ansbach also keinen funktionierenden Wettbewerb zwischen den Anbietern.
Dennoch sind die Ansbacherinnen und Ansbacher den hohen Einheitspreisen nicht völlig ausgeliefert. Viel billiger ist es auf dem Autohof Ansbach in der Vetterstraße. Wer also die etwa vier Kilometer Umweg nicht scheute oder ohnehin auf der B13 in Richtung Gunzenhausen unterwegs war, konnte dort sowohl E5 als auch Diesel für 2,02 Euro bekommen. Es lohnt sich also besonders für Diesel-Fahrer.
Ähnlich günstig ist es auch an den Autohöfen an den benachbarten Autobahn-Anschlussstellen der A6 in Aurach, Herrieden und Lichtenau. Über die genauen Gründe kann man nur spekulieren, aber es gibt ein Indiz. Hier gab es noch die Erhöhungen um 12 Uhr und anschließend immer wieder Senkungen, Cent für Cent. Besonders eine italienische Kette ging hier voran.
Am günstigsten tankt man in der Region auch nach der temporären Steuersenkung in Bad Windsheim. Hier zahlte man am Dienstagvormittag für Benzin 1,98 Euro. Fährt man von dort den Aischgrund hinunter oder in den Steigerwald hinauf, wurde es schrittweise teurer: Neustadt 1,99 Euro, Scheinfeld 2,02 Euro und in Burghaslach 2,04 Euro. Das ist aber immer noch billiger als im Gollachgau. In Uffenheim gab es E5-Sprit im günstigsten Fall am Dienstag für 2,09 Euro.
Im Westen des Landkreises Ansbach gibt es ein Nord-Süd-Gefälle. Die Rothenburgerinnen und Rothenburger haben fast Ansbacher Verhältnisse mit einem Benzinpreis von 2,13 Euro, während es in Feuchtwangen ab 2,05 Euro und in Dinkelsbühl ab 2,07 Euro waren. Ganz im Süden, in Wassertrüdingen, gab es mit 1,99 Euro geradezu Benzin-Schnäppchen.
Weiterhin gilt, dass dies nur eine Momentaufnahme ist und die Lage sich ständig ändern kann. Deshalb lohnt sich immer ein Blick auf eine der vielen Benzinpreis-Apps, bevor man tankt. Zum Gruseln kann man dann auch auf die letzte Seite der Angebotsliste blättern. Da stehen die Autobahnraststätten, die Preise ab 2,50 Euro und höher aufrufen.