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Veröffentlicht am 09.09.2026 08:15

Initiative Respect in Ansbach: Mit nachhaltigen Themen in den Herbst

Die Initiative Respect startet mit einem breit gefächerten Programm in den Herbst. Von der Aufarbeitung von Machtmissbrauch über klimafreundliche Mobilität bis zu fairem Konsum bietet das Programm Impulse, um gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

Die Initiative hat sich vorgenommen, sich „für eine lebenswerte, gerechte und nachhaltige Stadtgesellschaft” einzusetzen. Seit März 2013 bietet sie dazu immer wieder Vorträge, Diskussionsveranstaltungen und Filmabende an. Nun liegt das Programm für die zweite Jahreshälfte 2026 vor. Die Veranstaltungen finden jeweils in den Kammerspielen statt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier auf der ökologischen Transformation von Konsumgewohnheiten. Im Rahmen des Programms beleuchtet die Mitgründerin des Ansbacher Startups Turns, Angelique Thummerer, wie aus alten Textilien neue werden können. Sie hat zusammen mit Katja Wagner das Unternehmen im April 2023 aus der Taufe gehoben, um den Einsatz recycelter Alttextilfasern in der Produktion neuer Textilien voranzutreiben.

Auf diese Weise kann der Kreislauf der Wegwerfgesellschaft durchbrochen und eine zirkuläre Textilwirtschaft etabliert werden. Sabine Stein-Hoberg von Respect betont die Bedeutung dieses Beitrages: „Wir freuen uns, zeigen zu können, wie eine lokale Initiative Veränderungen für den Kampf gegen Müllberge anstößt“. Termin ist am Dienstag, 6. Oktober, um 19.30 Uhr.

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Im Platen wird fair gefrühstückt

Am Dienstag, 13. Oktober, geht es ab 19.30 Uhr um die Frage, was eine Stadt lebenswert macht. Das vom Verein „Mehr Demokratie” entwickelte Dialogformat „Sprechen und zuhören” möchte Menschen unterschiedlicher Meinungen und Ansichten ins Gespräch bringen. Es geht nicht darum, den anderen zu überzeugen, sondern bewusst zuzuhören, was die Argumente sind.

Die bundesweit mit vielen Aktionen stattfindende „Faire Woche“ vom 11. bis 25. September wird in Ansbach beim fairen Frühstück am Samstag, 26. September, ab 9.30 Uhr erlebbar. Die Gemeinschaftsaktion findet in diesem Jahr im Platen-Gymnasium statt. „Dabei wird die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung von fairen Handelsstrukturen und Vielfalt gelenkt”, heißt es in der Ankündigung von Respect. Annette Friedrich erläutert hierzu: „Wir können uns alle jeden Tag mit kleinen Entscheidungen für Solidarität mit den Menschen am Anfang der Lieferketten entscheiden, sei es bei der Milch vom Bauern vor Ort oder dem Kaffee aus fairem Handel.”

Das Thema Mobilität greift der Film “Lust auf Wandel – Wie wir unsere Mobilität verändern können” auf und wird im anschließenden Filmgespräch mit dem aus der Region stammenden Regisseur Peter Knoch vertieft. Zu sehen ist der Film am Mittwoch, 23. September, um 19 Uhr im Capitol-Kinocenter.

Passend dazu hat Respect noch einen weiteren Film im Angebot: Am Dienstag, 3. November, um 19.30 Uhr wird in den Kammerspielen „Mit Rückenwind gegen CO₂” gezeigt. Der Film gibt Tipps für Klimaschutz im Alltag. Wie lässt sich der eigene ökologische Fußabdruck verkleinern? Für diese Veranstaltung arbeitet Respect mit dem Verbraucherservice Bayern zusammen.

Die hässliche Fratze der Filmbranche

Das Programm umfasst darüber hinaus weitere Höhepunkte. Am Donnerstag, 17. September, geht es um 19 Uhr im Pfarrsaal von St. Ludwig um das Thema Aussteigen. Ein früheres Mitglied der AfD und jemand, der früher den Zeugen Jehovas angehörte, berichten von ihren Erfahrungen. Veranstalter sind die Omas gegen Rechts und die Katholische Erwachsenenbildung. Respect unterstützt die Veranstaltung.

Einen wichtigen Beitrag zur #meToo-Debatte hat die deutsche Regisseurin Maria Schrader mit dem Film “She Said” geliefert. Schonungslos zeigt der Film auf, wie in Hollywood – und nicht nur dort – sexuelle Übergriffe an der Tagesordnung waren und wie das lange totgeschwiegen wurde. Die Aufführung am Dienstag, 22. September, um 19.30 Uhr in den Kammerspielen ist eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Verein Rauhreif.

Respect beteiligt sich zudem an der „Langen Nacht der Demokratie” in der Ansbacher Innenstadt am Freitag, 2. Oktober.

Neuerungen gibt es zum Respect-Lastenrad. Es steht weiterhin als Alternative zum Auto zur Verfügung und wird nun über ein spendenbasiertes Modell verliehen. Die Anlaufstelle für den Verleih ist das Geschäft Mountain Sports am Johann-Sebastian-Bach-Platz. Jonathan Urban Kreikebaum erläutert dazu: „Unser E-Lastenrad mit Zubehör kann bequem das Auto ersetzen. Gegen eine Spende kann es stundenweise ausgeliehen werden.” Das Angebot sei „einfach und unbürokratisch”.

Ausführliches zum Programm ist auf www.respect-ansbach.de zu finden. Aktuelle Informationen teilt die Initiative auf ihrem Instagram-Kanal.

Das Ansbacher Startup Turns kämpft für eine zirkuläre Textilwirtschaft. Firmengründerin Angelique Thummerer (rechts) erklärt bei Respect, wie das gelingen kann. Auf unserem Bild zeigt Lisa Ulsenheimer (Mitte) vom Basarverein Sachsen Peter Weimer, wohin das ausrangierte T-Shirt muss.  (Archivbild: Andrea Walke)
Das Ansbacher Startup Turns kämpft für eine zirkuläre Textilwirtschaft. Firmengründerin Angelique Thummerer (rechts) erklärt bei Respect, wie das gelingen kann. Auf unserem Bild zeigt Lisa Ulsenheimer (Mitte) vom Basarverein Sachsen Peter Weimer, wohin das ausrangierte T-Shirt muss. (Archivbild: Andrea Walke)
Das Ansbacher Startup Turns kämpft für eine zirkuläre Textilwirtschaft. Firmengründerin Angelique Thummerer (rechts) erklärt bei Respect, wie das gelingen kann. Auf unserem Bild zeigt Lisa Ulsenheimer (Mitte) vom Basarverein Sachsen Peter Weimer, wohin das ausrangierte T-Shirt muss. (Archivbild: Andrea Walke)

Von mau
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