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Kläranlage in Neukatterbach: Sanieren ja, aber möglichst günstig

Bürgermeisterin Claudia Wust, Maximilian Vierötter vom Bauamt in Wilhermsdorf (Mitte) und Planer Steffen Eichler trafen sich am Freitag an der Kläranlage in Neukatterbach und schauten sich vor Ort um. (Foto: Ute Niephaus)
Bürgermeisterin Claudia Wust, Maximilian Vierötter vom Bauamt in Wilhermsdorf (Mitte) und Planer Steffen Eichler trafen sich am Freitag an der Kläranlage in Neukatterbach und schauten sich vor Ort um. (Foto: Ute Niephaus)
Bürgermeisterin Claudia Wust, Maximilian Vierötter vom Bauamt in Wilhermsdorf (Mitte) und Planer Steffen Eichler trafen sich am Freitag an der Kläranlage in Neukatterbach und schauten sich vor Ort um. (Foto: Ute Niephaus)

Wenn es um Kläranlagen geht, schrillen bei Bürgermeistern und Gemeinderäten die Alarmglocken. Fakt ist: Kommt das Thema auf den Tisch, fallen in der Regel für Kommunen und Bürger hohe Kosten an. Bei der Kläranlage in Neukatterbach sind nicht nur zwei Kommunen, sondern auch gleich zwei Landkreise betroffen.

Wieso das? Ganz einfach: In die Kläranlage in Neukatterbach fließt nicht nur das Abwasser des Neuhöfer Ortsteils, sondern auch das vom Nachbarn Altkatterbach. Dieses Dorf gehört zur Gemeinde Wilhermsdorf und somit zum Landkreis Fürth. Die Baulast liegt bei der Gemeinde Neuhof, Wilhermsdorf ist „Abwassergast“, erläutert Maximilian Vierötter vom Bauamt in Wilhermsdorf. Etwas kurios ist, dass der Regenüberlauf von Neukatterbach auf dem Gebiet des Nachbarortes liegt.

Zum Glück für beide Kommunen gab es die gehobene wasserrechtliche Erlaubnis. Das heißt, die Kläranlage kann weitere 20 Jahre betrieben werden. Danach muss man weiterschauen. Als großes Plus werteten Bürgermeisterin Claudia Wust und Vierötter, dass die Einwohnerwerte so berechnet sind, dass die Anlage auch bei einem Anstieg der Bevölkerung noch ausreicht.

So weit, so gut: Mit Blick auf das Alter der Anlage erklärte das Landratsamt in Neustadt nach einer Überprüfung, dass eine Ertüchtigung des Regenüberlaufs ausreicht, ein Neubau also nicht notwendig ist. „Wir warten jetzt noch auf eine Stellungnahme des Landratsamtes in Fürth und darauf, ob man dort zur selben Ansicht gelangt wie in Neustadt“, so Maximilian Vierötter und Bürgermeisterin Wust.

Neubau käme die Kommunen sehr teuer

Wenn sich die Behörde im Nachbarlandkreis für einen Neubau des Regenüberlaufs aussprechen sollte, käme das um ein Vielfaches teurer als eine Ertüchtigung. Die Kosten müsste die Gemeinde Neuhof dann auf ihre rund 85 Neukatterbacher Bürgerinnen und Bürger umlegen, da das Regenüberlaufbecken nur diesen dient. Dies der Bevölkerung aufzubrummen, würde man gern vermeiden.

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„Wir wollen, dass die Kläranlage in Neukatterbach im Gesamtpaket so kostengünstig wie möglich für beide Orte ist“, unterstreicht das Trio beim Ortstermin. Man ist stolz, dass die Zusammenarbeit nicht nur über kommunale, sondern auch über die Landkreisgrenzen so gut klappt. Am dritten Teich der Anlage wurde inzwischen das Schilf entfernt. „Damals war dessen Anpflanzung zur Auflage gemacht worden“, sagt Planer Steffen Eichler.

Einrichtung schafft gute Reinigungswerte

Ein Teil des Klärschlamms soll noch in diesem Jahr aus allen Teichen entfernt werden. Auch Tauchwände will man noch errichten, sagt Steffen Eichler vom beauftragten Büro. Die Kläranlage arbeitet gut. Wenn das Schmutzwasser die Einrichtung, bestehend aus Absetzbecken und den drei nachgeschalteten Teichen, durchlaufen hat, ist die Qualität des Wassers so gut, dass es in den nebenliegenden Katterbach geleitet wird. „Er gehört zu den besten Gewässern unserer Gemeinde. Im Katterbach sind sogar Bachmuscheln zu finden“, so Wust. Nun hofft man, dass der Bescheid vom Fürther Landratsamt bald kommt und keine „böse Überraschung“ enthält.

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