Krisenkommunikation: Wie geht eigentlich Empathie? | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 07.07.2026 04:06

Krisenkommunikation: Wie geht eigentlich Empathie?

Wer gut führt, hält an Entscheidungen fest, bleibt dabei aber verständnisvoll. (Foto: Christin Klose/dpa Themendienst/dpa-tmn)
Wer gut führt, hält an Entscheidungen fest, bleibt dabei aber verständnisvoll. (Foto: Christin Klose/dpa Themendienst/dpa-tmn)
Wer gut führt, hält an Entscheidungen fest, bleibt dabei aber verständnisvoll. (Foto: Christin Klose/dpa Themendienst/dpa-tmn)

Mitunter fallen in einem Unternehmen Entscheidungen, die mehr oder weniger gravierende Auswirkungen für Mitarbeitende haben. Führungskräfte haben dann die Aufgabe, diese Entscheidungen zu kommunizieren – zum Beispiel in einem Vieraugengespräch mit dem oder der Mitarbeitenden. Dabei kommt es nicht zuletzt darauf an, dass die Führungskraft empathisch auftritt. Also Verständnis für ihr Gegenüber zeigt, ohne die Entscheidung zu relativieren. 

„Empathie ist zentral, weil Veränderung fast immer emotionale Reaktionen auslöst“, sagt die Hamburger Unternehmerin und Executive Coach Ragnhild Struss. Verständnis zu zeigen bedeute nicht, Entscheidungen zurückzunehmen oder sich zu rechtfertigen. Gute Führung schaffe beides gleichzeitig: „Ich sehe, dass Sie das belastet und die Entscheidung steht.“ Viele Führungskräfte scheuten genau diese Kombination, dabei entstehe daraus oft erst echte Glaubwürdigkeit.

Empathie werde allerdings zu häufig missverstanden als „nett sein“. „Tatsächlich ist es die Fähigkeit, emotionale Dynamiken präzise wahrzunehmen, Menschen ernst zu nehmen und gleichzeitig handlungsfähig zu bleiben“, so Struss. Gerade weil KI viele analytische und operative Aufgaben übernehmen wird, gewännen genau diese menschlichen Fähigkeiten massiv an strategischer Bedeutung.

© dpa-infocom, dpa:260707-930-344480/1


Von dpa
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