„Kunsttage in Sachsen”: Malerei, Objekte und Schmuck | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 27.01.2026 12:15

„Kunsttage in Sachsen”: Malerei, Objekte und Schmuck

„Ich bin nicht so, wie du denkst”: Ilse Feiner aus Roßtal präsentiert Porträts in kräftigen Farben.  (Foto: Elke Walter)
„Ich bin nicht so, wie du denkst”: Ilse Feiner aus Roßtal präsentiert Porträts in kräftigen Farben. (Foto: Elke Walter)
„Ich bin nicht so, wie du denkst”: Ilse Feiner aus Roßtal präsentiert Porträts in kräftigen Farben. (Foto: Elke Walter)

Zum dritten Mal findet die Ausstellung „Kunsttage in Sachsen” im Haus der Bäuerin statt. Zu sehen sind ganz unterschiedliche Gemälde, Fotografien und Objekte – vom Porträt in intensiven Farben bis zur Komposition aus Uhrenteilen.

Initiator und Organisator der „Kunsttage in Sachsen” ist Klaus Eberhardt, dritter Bürgermeister der Gemeinde und zuständig für die Kultur vor Ort. Acht Künstlerinnen und Künstler sind in diesem Jahr nach Sachsen gekommen. Anfragen für weitere Termine hat Eberhardt schon in Aussicht, was ihn sehr freut. Die Bandbreite der gezeigten Arbeiten ist groß, reicht von Malerei und Schmuck über Fotografie bis hin zu Gartenkunst.

Manfred Hoffmann aus Sachsen ist bereits seit dem ersten Mal dabei. Seine Arbeiten aus Holz, etwa Vogelhäuschen, naturfarben oder farbig angestrichen, sowie auch kunstvoll gestaltete Regenmesser aus Edelstahl sind immer ein Hingucker. Ebenso zeigt er kleine Vogelfiguren aus Metall und Steinen.

Bilder und Objekte aus ganz unterschiedlichen Materialien fertigt Rita Zeller aus Dietenhofen/Rüdern. Sie verwendet für ihren Materialmix unter anderem Holz, alte landwirtschaftliche Maschinenteile, Draht und weitere Fundstücke. Für ihre Figur „Sorrow Bird“, eine große Vogeldarstellung, mit der sie 2025 auch beim Ansbacher Kunstpreis vertreten war, verwendete sie weiße und schwarze Kabelbinder. Diese verarbeitete sie zu einem Federkleid. Je nach Lichteinfall verändert sich dabei die optische Wirkung.

Zeit als zentrales Thema

Großformatige Bilder, darunter Landschaften und Porträts, präsentiert die Roßtaler Malerin Ilse Feiner. Sie verwendet meist kräftige Farben, zeigt aber auch einige Arbeiten in Schwarzweiß. Das Thema Zeit ist das zentrale Motiv von Matthias Kalden. Aus Teilen alter Uhren gestaltet der Uhrmacher neue Objekte, die neben dem Hinweis auf die Vergangenheit auch Gegenwart und Zukunft spiegeln. Einige Exemplare enthalten auch funktionsfähige Anteile. Daneben fertigt Kalden zum Thema auch Bilder, bei denen er seine Ausgangsmaterialien per Photoshop bearbeitet, dann aber auch Uhrenteile ergänzt.

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Klaus Eberhardt, der bisher überwiegend Skulpturen aus Edelstahl präsentiert hatte, ist in der aktuellen Ausstellung mit hintergründig kontrastierenden Foto-Collagen vertreten. Eine ganz eigene Fototechnik wendet die Ansbacher Fotografin Gabi Metzger an. Nicht klare Linien prägen ihre Fotos. Sie wirken eher verwischt und unscharf. Das ist beabsichtigt und basiert auf einer speziellen Kameraführung. Die Aufnahmen werden nicht nachträglich bearbeitet – wie das Ergebnis letztlich aussehen wird, ist nicht planbar.

Geöffnet ist die Ausstellung am Freitag, 30. Januar, von 16 bis 20 Uhr, am Samstag, 31. Januar, von 15 bis 18 Uhr sowie am Sonntag, 1. Februar, von 11 bis 18 Uhr.


Von ELKE WALTER
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