Landesgartenschau-GmbH über Rechnungen der Stadt Bad Windsheim irritiert | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 09.10.2025 08:00

Landesgartenschau-GmbH über Rechnungen der Stadt Bad Windsheim irritiert

Ende Oktober sollen die ersten Bagger rollen und die ersten Maßnahmen für die Landesgartenschau umsetzen. (Archivbild: Nina Daebel)
Ende Oktober sollen die ersten Bagger rollen und die ersten Maßnahmen für die Landesgartenschau umsetzen. (Archivbild: Nina Daebel)
Ende Oktober sollen die ersten Bagger rollen und die ersten Maßnahmen für die Landesgartenschau umsetzen. (Archivbild: Nina Daebel)

Einen Überblick zum aktuellen Planungsstand zur Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim gab der GmbH-Geschäftsführer Rüdiger Eckardt im Bad Windsheimer Stadtrat. Dabei übte er unter anderem Kritik an der Stadt, weil sie der Bayerischen Landesgartenschau-GmbH einfach Rechnungen für Dienstleistungen stellt.

Rund 2000 Veranstaltungen werde es bei der Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim geben. Die Planung von Ausstellungsbeiträgen beginne etwa zwei Jahre im Voraus und ende erst zwei Wochen vor der tatsächlichen Eröffnung. Alles sei ein „hochdynamischer Prozess”, an dessen Anfang man in Bad Windsheim gerade stehe.

Ein Gärtnermarkt in Bad Windsheim ist geplant

Ein Bereich der Ausstellung werde die Grabgestaltung und den Denkmal-Schmuck abdecken. „Das ist ein Thema, vor dem wir uns von unserer Natur aus drücken, aber doch nicht drumrumkommen”, sagte Eckardt. Man werde bei der LGS insgesamt auf wechselnden Blumenschmuck setzen, der Eindruck macht. Das sei extrem wichtig, so Eckardt. Gerade in der Anfangsphase werde dadurch von den Besucherinnen und Besuchern viel Werbung über Social Media gemacht. Auch ein Gärtnermarkt sei geplant.

Von den Bauarbeiten her balle sich viel im Jahr 2026, im Kurpark werden die ersten Bagger schon in wenigen Tagen – Ende Oktober – anrollen. Vielen Menschen sei es suspekt, wenn sie nicht sehen können, dass etwas vorangeht, erklärte Eckardt. Er versicherte aber, dass die „Ampeln auf Grün stehen – für Förderungen und Genehmigungen” und alles nach Plan verlaufe. „Bis jetzt wurden alle Landesgartenschauen eröffnet. Es wird so sein, dass der bayerische Ministerpräsident vorne reinkommt und die Handwerker hinten rausgehen.”

Es braucht einen repräsentativen Eingang

Wo Markus Söder allerdings das Gelände betreten wird, das sei noch nicht final entschieden. „Ein Entree muss sehr repräsentativ sein.” Bislang sei der Haupteingang am Reisemobilhafen angedacht gewesen. „Das ist fürchterlich unattraktiv”, deshalb suche man Alternativen, so Eckardt.

Georg Gerhäuser (CSU) hatte eine Frage zu den „Ausschreibungspaketen”, die er „viel zu groß geschnürt” findet. Der Bauunternehmer sei sich sicher, dass „kleinere Päckchen” bessere Preise brächten und regionalen Firmen die Teilnahme am Wettbewerb ermöglichen würden. Mit „großen Losen” sei man bislang gut gefahren, so Eckardt. Den Kurpark aufzuteilen, das sei für ihn keine Option – von der Durchführung her sei dies einfacher. „Wir werden aber noch kleine Pakete nachschießen”.

Die GmbH soll für städtische Dienstleistungen zahlen

Kritik übte Eckardt auch: „Das hab‘ ich bis jetzt noch nicht erlebt, dass Städte Rechnungen stellen. In Bad Windsheim ist das so.” Der Geschäftsführer erläuterte, dass die Bayerische Landesgartenschau-GmbH auf jeden Euro achten müsse und es sich eigentlich nicht leisten könne, auch noch „Rechnungen der Stadt zu bezahlen”.

Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte Bürgermeister Jürgen Heckel (WiR), dass es sich dabei um Rechnungen für Dienstleistungen der Stadtbetriebe handle – Dinge, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Landesgartenschau erledigen, sollen dadurch finanziert werden. „Das war ein Stadtratsbeschluss“, erläuterte Bürgermeister Heckel, wenngleich er dies persönlich nicht gut finde. „Es liegt jetzt in der Hand der Kämmerin, tätig zu werden.“ Melanie Greifenstein müsse „Pro und Contra“ abwägen und „dann muss am Ende der Stadtrat entscheiden, was er will“.


Katrin Merklein
Katrin Merklein
Redakteurin
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