„Ich habe das Triple!” Genau das zeigte die Geste von Florian Bremm an, mit der der Colmberger beim 43. Internationalen Silvesterlauf im Peuerbach die Ziellinie überquerte. Zum dritten Mal in Folge entschied der 25-Jährige das Traditionsrennen in Oberösterreich für sich.
Alljährlich laden die Veranstalter zum abschießenden Elitelauf hochkarätige nationale und internationale Läufer ein. Der internationale Raiffeisen Silvesterlauf gehört neben Sao Paulo, Madrid, Bozen und Trier zu den am besten besetzten Silvesterläufen weltweit.
Auf acht etwa 850 Meter langen, recht welligen Runden durch das Zentrum der 4700 Einwohner zählenden Stadt galt es 6,8 Kilometer zu absolvieren. 14 Läufer standen im Männerrennen an der Startlinie. Weltklasseläufer Reynold Cheruiyot aus Kenia, den Bremm im Vorjahr im Spurt bezwang, war trotz Zusage und gebuchtem Flug nicht am Start. Der WM-Dritte von Tokio über 1500 Meter musste zeitgleich in der US-Botschaft in Nairobi antanzen, um ein Visum für die Teilnahme an den Cross-Weltmeisterschaften in Florida im Januar zu erhalten.
Nach seinem Sieg in Aschau zeigte sich Bremm hoch motiviert: „Ich freue mich auf den krönenden Abschluss in Peuerbach. Die Stimmung auf der Zielgeraden ist sensationell“.
Nach der ersten Runde setzten sich Bremm und der Serbe Elzan Bibic leicht vom Feld ab. Letzterer konnte vor Bremm in den Jahren 2019 und 2022 zweimal in Folge gewinnen und ist mit 18:29 Minuten Streckenrekordler. Es war jedoch nur ein Strohfeuer, die dritte und vierte Runde absolvierte das Feld wieder gemeinsam und in recht verhaltenem Tempo. Ein neuer Streckenrekord war kein Thema mehr.
Dann der entscheidende Antritt von Bremm: Urplötzlich verschärfte er im Gefälle das Tempo und niemand konnte ihn folgen. Der WM-Starter über 10000 Meter baute in seinem letzten Rennen für den LSC Höchstadt seinen Vorsprung kontinuierlich aus und durfte sich nach 19:04 Minuten als Sieger feiern lassen. Zehn Sekunden später folgten Abstand Raphael Pallitsch (Union St. Pölten) und Robin Müller (LC Top Team Thüringen). Niklas Buchholz, Vereinskollege von Bremm und vor Jahresfrist Dritter, belegte nach 19:21 Minuten Rang vier.
„Ein krönender Abschluss für das bisher schönste Jahr meines Lebens.”
„Es war sehr kalt und windig, dies hat mir aber taktisch in die Karten gespielt. Ein krönender Abschluss für das bisher schönste Jahr meines Lebens”, so Bremm.