Mit der feierlichen Einweihung ihrer neuen Landesschule am 9. Oktober 2026 nimmt die DLRG Bayern den Schulungsbetrieb in einem umfassend umgebauten Gebäude in Scheinfeld auf. Das moderne Ausbildungszentrum in der Geiselwinder Straße 7 schafft optimale Bedingungen für die Aus- und Weiterbildung ehrenamtlicher Wasserretter aus ganz Bayern.
Künftig finden hier Lehrgänge für Schwimmtrainer, Rettungsschwimmer, Bootsführer, Sanitäter, Einsatztaucher, Einsatzkräfte und Jugendleiter statt. Zur offiziellen Eröffnung werden unter anderem Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner sowie weitere Ehrengäste erwartet.
Für geladene Gäste beginnt die Veranstaltung am Vormittag mit dem Start der Ausstellungen auf dem Freigelände und der offiziellen Eröffnungsfeier. Der Festakt und die Einweihung finden im internen Rahmen statt. Ab 13 Uhr öffnet die DLRG Bayern ihre Türen für die Öffentlichkeit und lädt zum „Tag der DLRG-Wasserrettung“ ein. Unter dem Motto „Heute schwimmen lernen – morgen Leben retten“ erhalten Besucher spannende Einblicke in die vielfältige Arbeit der Wasserretter.
Bei Führungen durch die neue Landesschule können die Räumlichkeiten besichtigt werden. Darüber hinaus informieren Ausbilder über die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung. Auf dem Programm stehen eine Fahrzeug- und Materialschau sowie verschiedene Mitmachaktionen für Groß und Klein und eine Erste-Hilfe-Station. Für Kinder wird zusätzlich eine Hüpfburg angeboten.
Die neue Landesschule verfügt über vier moderne Seminarräume für bis zu 70 Teilnehmer sowie 21 Zimmer mit insgesamt 42 Betten für mehrtägige Lehrgänge. Ein großzügiger Aufenthaltsbereich fördert den Austausch zwischen den Teilnehmern. Darüber hinaus bestehen auf einem benachbarten Grundstück Erweiterungsmöglichkeiten für Fahrzeuggaragen und zusätzliche Lagerflächen. „Das moderne Zentrum setzt neue Maßstäbe in der Qualifizierung unserer Einsatzkräfte und stärkt die Wasserrettung in Bayern nachhaltig“, betont DLRG-Landespräsident Dr. Manuel Friedrich.
Die Bedeutung einer leistungsfähigen Ausbildung wächst angesichts zunehmender Extremwetterereignisse und steigender Anforderungen im Bevölkerungsschutz. In Bayern stellt die DLRG 14 der 19 Wasserrettungszüge und trägt damit wesentlich zur Wasserrettung und zum Katastrophenschutz im Freistaat bei. Das rund drei Millionen Euro teure Projekt wurde durch zahlreiche Förderer ermöglicht, darunter Mittel aus der Fraktionsinitiative von CSU und Freien Wählern im Bayerischen Landtag, das EU-Förderprogramm LEADER, die Sparkassen, die Versicherungskammer Bayern und Frankenbrunnen. Viele Aufträge gingen an Unternehmen aus der Region, wodurch ein großer Teil der Investitionen vor Ort blieb.