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Veröffentlicht am 13.09.2024 20:25

Markt Erlbach saniert teure Straße für wenig Nutzer

Vertreter und Vertreterinnen aus Mosbach (darunter der zweitjüngste Ortsteilbewohner Jonah), der Gemeinde und der beteiligten Firmen weihten nach erfolgter Sanierung die Gemeindeverbindungsstraße von Mosbach in Richtung Oberulsenbach wieder ein. (Foto: Ulli Ganter)
Vertreter und Vertreterinnen aus Mosbach (darunter der zweitjüngste Ortsteilbewohner Jonah), der Gemeinde und der beteiligten Firmen weihten nach erfolgter Sanierung die Gemeindeverbindungsstraße von Mosbach in Richtung Oberulsenbach wieder ein. (Foto: Ulli Ganter)
Vertreter und Vertreterinnen aus Mosbach (darunter der zweitjüngste Ortsteilbewohner Jonah), der Gemeinde und der beteiligten Firmen weihten nach erfolgter Sanierung die Gemeindeverbindungsstraße von Mosbach in Richtung Oberulsenbach wieder ein. (Foto: Ulli Ganter)

Ein einfaches Unterfangen war der Ausbau der Gemeindestraße zwischen Mosbach in Richtung Oberulsenbach (Gemeinde Markt Erlbach) nicht. Jetzt ist die Verbindung aber für rund 500.000 Euro saniert worden und soll wieder einige Jahre lang halten.

Beim Ortstermin zur Einweihung der Gemeindeverbindungsstraße schien es, als ob die Verkehrsteilnehmer sich abgesprochen hätten, um die Bedeutung der Straße unter Beweis zu stellen. Nach einer früheren Zählung nämlich sollten diese nur 200 Fahrzeuge am Tag passieren. Das führte immer wieder dazu, im Bauausschuss Kosten und Nutzen gegeneinander abzuwägen. Doch in den fünf Minuten nach der Einweihung herrschte reger Verkehr, so dass schon ein Zehntel des geschätzten täglicher Aufkommens unterwegs war.

Ein Nachtrag wurde nötig

Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß verdeutlichte das Dilemma, vor dem der Gemeinderat stand: Er entschied sich zunächst für die günstigste Variante, die auf etwa 350.000 Euro taxiert wurde – eine reine Deckensanierung mit partiellem Einbau einer Asphaltarmierung. Trotz Bodenproben stellte sich danach jedoch heraus, dass stellenweise so gut wie kein Unterbau vorhanden war. Ein Nachtrag musste her. Zuschüsse für die 1,7 Kilometer lange Straße gab es nicht, weil es sich nicht um einen Vollausbau handelte.

Auch wenn es sich um vergleichsweise kleine Beträge handelte, waren bürokratische Auflagen Thema: So wurde eine Kampfmittelsondierung nötig – obwohl einer der Mosbacher berichtete, dass die Straße erst Anfang der 70er Jahre gebaut wurde und man dabei schon bemerkt hätte, falls noch alte Granaten oder Bomben im Boden gewesen wären. Ein anderer kurioser Betrag sind 1500 Euro für ein Kreuzungsheft für den Übertragungsnetzbetreiber TenneT: Weil die Straße ein bisschen höher wurde als zuvor, war abzuklären, dass die Leitungen selbst bei großer Wärme nicht so weit herabhängen, dass es zu Behinderungen kommen kann.

Der Verkehr fließt schon seit Anfang Juli wieder. Der Gemeinde gehen die Aufgaben so schnell aber nicht aus: Insgesamt ist sie für 70 Straßenkilometer zuständig. Als nächstes ist zusammen mit dem Kreis die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Rimbach geplant. Auch der Anstieg von Losaurach in Richtung der Firma Gubesch steht an.

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Ulli Ganter
Ulli Ganter
Redakteurin
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