Diesmal ist Maximilian Götz in der DTM nur Zuschauer, aber trotzdem ist er irgendwie Thema. Eingreifen darf er beim letzten großen Motorsport-Wochenende am Hockenheimring zudem, wenn am Samstag und Sonntag der DTM-Champion gesucht wird. Götz fährt im Rahmenprogramm die letzten beiden Rennen des ADAC GT Masters.
Vor dem DTM-Saisonfinale wurden unter der Woche unweigerlich die Erinnerungen an das Skandal-Wochenende im Oktober 2021 aus der Mottenkiste gekramt. Damals konnte Götz in der mittelfränkischen Heimat am Norisring den Titel klar machen – sein größter Erfolg.
Der Uffenheimer bekam Schützenhilfe, die bis heute nachwirkt. Titelfavorit Liam Lawson (Ferrari) wurde damals im Sonntags-Rennen in der ersten Kurve vom 2. der Gesamtwertung Kelvin van der Linde (Audi) abgeschossen. In der Folge ließen die Marken-Kollegen nach Anweisungen über Funk den AMG-Werksfahrer Götz – bis dato 3. der Saisonwertung – ziehen. Er gewann das Rennen und damit die Meisterschaft. Als Folge wurde ein rigoroses Teamorder-Verbot eingeführt.
Wie 2021 gibt es diesmal drei Piloten mit Chancen auf den Titel. Nachdem sich kürzlich Lamborginhi-Fahrer Franck Perera verdächtig verhalten hatte und Team-Kollege Mirko Bortolotti wichtige Punkte im Titelkampf sammeln konnte, schaut die DTM nun ganz genau hin. Sowohl Bortolotti als auch die Titelkonkurrenten Thomas Preining und Ricardo Feller mussten sich unter der Woche schon deswegen äußern.
Götz juckt das diesmal wenig. Er fährt für das Haupt Racing Team – für das er 2021 den DTM-Titel gewann – mit Petru Umbrarescu die zwei letzten Rennen im GT Masters. Der Rennstall hat noch Chancen auf die Team-Wertung. Die beiden Masters-Rennen werden am Samstag um 16.05 Uhr und am Sonntag um 15.15 Uhr gestartet.
Der Uffenheimer reist mit Rückenwind an. Mit Raffaele Marciello und Jules Gounon fuhr er für Craft-Bamboo Racing auf Platz 2, als die Intercontinental GT Challenge in Indianapolis Station machte und mit der GT World Challenge America ein gemeinsames 8-Stunden-Rennen absolvierte. Mario Farnbacher (Ansbach) hatte da als GTWCA-Stammfahrer reichlich Pech, wir berichteten. Götz hingegen hielt sein Team vom Start weg mit einem Dreifach-Stint auf Podiums- und Gounon damit auch auf Titelkurs.