Nach Messer-Attacke in Heilsbronn: Wo steckt der zweite Verdächtige? | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 09.06.2025 12:15

Nach Messer-Attacke in Heilsbronn: Wo steckt der zweite Verdächtige?

In der St.-Gundekar-Straße in Heilsbronn wurde ein 40-Jähriger Anfang des Jahres auf offener Straße mit einem Messer schwer verletzt. Der zweite Verdächtige ist noch nicht gefasst. (Archivbild: Evi Lemberger)
In der St.-Gundekar-Straße in Heilsbronn wurde ein 40-Jähriger Anfang des Jahres auf offener Straße mit einem Messer schwer verletzt. Der zweite Verdächtige ist noch nicht gefasst. (Archivbild: Evi Lemberger)
In der St.-Gundekar-Straße in Heilsbronn wurde ein 40-Jähriger Anfang des Jahres auf offener Straße mit einem Messer schwer verletzt. Der zweite Verdächtige ist noch nicht gefasst. (Archivbild: Evi Lemberger)

Nach dem Messerangriff auf einen 40-Jährigen in Heilsbronn hat die Polizei den Hauptverdächtigen im März festgenommen. Der 25-Jährige wurde nach internationaler Fahndung wegen versuchten Mordes im englischen Manchester gefasst. Zügig gestand er die lebensgefährlichen Stiche und verriet, wo sich die Tatwaffe und die weggeworfenen Mobiltelefone befanden. Doch wo steckt der zweite Tatverdächtige?

Denn mutmaßlich war der 25-Jährige nicht alleine bei der Tat. Er wurde nach Auffassung der Staatsanwaltschaft Ansbach von einem Mann begleitet. Beide seien extra für die Tat nach Heilsbronn angereist. Nahe einem Weiher in Heilsbronn, in dem das Messer gefunden wurde, hatte das Duo das Auto geparkt. Von dort aus flohen sie nach der Tat über die A6 in Richtung Westen.

Türkei liefert Staatsbürger nicht aus

Über Frankreich seien sie dann nach Großbritannien eingereist, teilte Oberstaatsanwalt Jonas Heinzlmeier auf Nachfrage mit. „Nach unseren Erkenntnissen gemeinsam.” In Großbritannien angekommen, trennten sich die Wege der beiden Männer. Während sich der 25-Jährige in Manchester aufhielt, machte sich sein flüchtiger Begleiter vermutlich auf dem Weg in die Türkei, mutmaßen die Ermittler.

Dort scheint er erst einmal vor der deutschen Justiz sicher zu sein. Denn die Türkei liefert keine türkischen Staatsbürger aus, wie Heinzlmeier erklärt – der Flüchtige ist türkischstämmig. Die deutschen Behörden haben hierbei nur wenig Handlungsspielraum. Eine Option wäre, die Türkei um Unterstützung bei der Strafverfolgung zu bitten. Hierfür müsste ein förmlicher Antrag – ein Rechtshilfeersuchen – an eine türkische Behörde gestellt werden. Die Staatsanwaltschaft Ansbach werde prüfen, ob ein derartiger Antrag sinnvoll ist, sagte Heinzlmeier.

Die Spurensicherung gehört direkt nach der Tat zu den wichtigsten Aufgaben der Polizei. Ein blauer Plastiksack deckt einen Rucksack des Opfers ab. (Foto: Evi Lemberger)
Die Spurensicherung gehört direkt nach der Tat zu den wichtigsten Aufgaben der Polizei. Ein blauer Plastiksack deckt einen Rucksack des Opfers ab. (Foto: Evi Lemberger)

Was steckt hinter der Messer-Attacke von Heilsbronn?

Ein 40-jähriger Mann wird vor seiner Haustür niedergestochen. Die Polizei geht nicht von einer Amok- oder Terrortat aus. Sie vermutet, dass sich Täter und Opfer kannten.

Derzeit schließt die Polizei die Ermittlungen zu dem gefassten 25-jährigen Hauptverdächtigen zeitnah ab. Es ist beabsichtigt, demnächst Anklage zu erheben, informiert der Oberstaatsanwalt. Unabhängig davon, ob der flüchtige Begleiter aufgefunden wird oder nicht.


Luca Paul
Luca Paul
Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach
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