Mit dem Triple hat es nicht geklappt. Bei der Deutschen Meisterschaft über 5000 Meter in Dresden landete der Colmberger Florian Bremm auf Platz zwei.
Über die fünf Kilometer entwickelte sich im Heinz-Steyer-Stadion ein packendes Rennen. Im goldfarbenen Trikot hielt sich Bremm im Schutz einer größeren Gruppe lange zurück, war aber präsent, als das Tempo verschärft wurde.
Dafür sorgte in der vorletzten Runde Sam Parsons (SCC Berlin), mit dem Bremm später noch einen unliebsamen Kontakt haben sollte. Der Colmberger ließ über die gesamte Distanz seinen favorisierten Rivalen Mohamed Abdilaahi (Cologne Athletics), der die deutsche Rangliste anführt, nicht aus den Augen.
Bremm ging als Vierter in die letzte Runde und geriet beim Endspurt in die Beine von Parsons. Der folgende Stolperer kostete wertvolle Zeit. „Ich habe Platz zum Durchlaufen gesehen, wo keiner war”, so Bremm in einer ersten Reaktion, „ein Fehler, den man sich gegen Mo nicht erlauben darf.”
Bremm gab auf den letzten Metern alles, doch Abdilaahi war nicht mehr einzuholen. So blieb dem Titelverteidiger Silber. „Ganz zufrieden bin ich damit nicht”, so Bremm.
Der 26-jährige Abdilaahi gewann seinen vierten deutschen Meistertitel in 13:50,28 Minuten. Auf den Podestplätzen folgten Bremm (13:50,42) und Maximilian Thorwirth (SFD Düsseldorf, 13:50,57).
Bei der DM im Vorjahr in Braunschweig hatte Bremm, der für den LSC Höchstadt startet, in 13:38 Minuten Gold gewonnen. 2023 war er in Kassel nach 13:35 Minuten über die Ziellinie gesprintet.
Bremm ist Teil der Spitzensportförderung der Polizei und kann seinen Sport unter Profibedingungen betreiben. In den letzten Jahren verbesserte er durch konsequentes Training seine Bestzeiten immer wieder. Seine Bestmarke über die 5000 Meter steht nun bei 13:09 Minuten. Das große Ziel in diesem Jahr ist die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Herbst in Japan.