Neues Leben für die alte Nepomuk-Brücke von Altmannshausen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 27.01.2026 16:17

Neues Leben für die alte Nepomuk-Brücke von Altmannshausen

Ingenieur Uwe Reuther (stehend) erläuterte dem Markt Bibarter Ratsgremium den Sachstand zur Wiederherstellung der Altmannshäuser Brücke. Im Frühsommer soll die Sanierung beginnen. (Foto: Andreas Reum)
Ingenieur Uwe Reuther (stehend) erläuterte dem Markt Bibarter Ratsgremium den Sachstand zur Wiederherstellung der Altmannshäuser Brücke. Im Frühsommer soll die Sanierung beginnen. (Foto: Andreas Reum)
Ingenieur Uwe Reuther (stehend) erläuterte dem Markt Bibarter Ratsgremium den Sachstand zur Wiederherstellung der Altmannshäuser Brücke. Im Frühsommer soll die Sanierung beginnen. (Foto: Andreas Reum)

Das Extremwetter im Juli 2021 ist in Altmannshausen in unguter Erinnerung. Seinerzeit hatten dort die Wassermassen Teile der historischen Nepomukbrücke mitgerissen. Der Bund sagte damals finanzielle Unterstützung zu und gewährte mehrere Jahre Zeit für die Schadensbehebung. Und diese Zeit scheint man in Markt Bibart in der Tat zu brauchen.

Bis Mitte 2028 muss die Schlussabrechnung vorliegen, damit die Fördermittel des Bundes noch fließen können. Im Raum stehen dabei 800.000 Euro. Bereits vor knapp einem Jahr hieß es, mit der Sanierung werde begonnen. Dabei stand der August 2025 im Raum. Doch die Monate vergingen. Als Grund deutete Bürgermeister Klaus Nölp in der Ratssitzung am Montagabend die Vielzahl der Beteiligten an. So haben etwa das Straßenbauamt in Ansbach mitzureden, das Wasserwirtschaftsamt, die Untere Naturschutzbehörde (wegen eines Fledermausvorkommens) und vor allem die Denkmalschutzbehörde.

Seltenes Drei-Bogen-Konstrukt

Denn bei dem Bauwerk handelt es sich um eine seltene, über 250 Jahre alte Drei-Bogen-Brücke. Und die Denkmalschutzbehörde war nun die letzte, die ihr Einverständnis zum Sanierungskonzept gab. Das Schreiben, so berichtete der mit Sanierung befasste Ingenieur Uwe Reuther, sei just am Montag, am Sitzungstag des Markt Bibarter Rates, eingetroffen.

Das Konzept war im Februar 2025 im Wesentlichen bereits vorgestellt worden. Ein Kernpunkt dabei ist, dass die Brücke mit 17 Meter tief in die Erde reichenden „Mikropfahlgründungen“ verstärkt werden soll. Während der Bauzeit, so erläuterte der Reuther, werde die Bibart verrohrt und trockengelegt.

Der Ingenieur merkte an, es wäre „technisch sinnvoller”, die Brücke komplett ab- und dann wieder aufzubauen. Aber bei dieser Lösung spiele die Denkmalschutzbehörde nicht mit. Insbesondere dürfen die Bögen nicht abgebaut werden. Und Reuther sagte auch, dass es weitere „zwei, drei Punkte” gebe, die vom Denkmalamt angemerkt wurden und die noch in die Planung eingearbeitet werden müssten.

Dennoch ging er davon aus, dass die Ausschreibungsunterlagen bis Ende Februar veröffentlichungsreif sind. Die Auftragsvergabe könnte dann voraussichtlich bis Ende April erfolgen. „Eventuell im Mai, spätestens im Juni” könne dann mit den Bauarbeiten begonnen werden, mutmaßte der Ingenieur.

Bauzeit bis Mai oder Juni 2027

Reuther rechnete mit etwa einem Jahr Bauzeit, eine Winterpause eingerechnet. Demnach würde man 2027 „Ende Mai oder Juni” fertig, lautete seine Prognose. In etwa ein Jahr darauf muss die Schlussabrechnung eingereicht sein. Mit der Erfahrung, dass auch Schlussabrechnungen bisweilen eine Zeitlang brauchen, betonte Bürgermeister Nölp, es wäre ihm „wirklich recht”, wenn nach der Winterpause 2027 zügig weitergearbeitet würde, „um nicht in Schwierigkeiten mit dem Förderzeitraum zu kommen”. Bereits im laufenden Jahr muss man das Sanierungsprojekt jedenfalls im gemeindlichen Haushalt berücksichtigen.

CSU-Rat Markus Bauer bat darum, dass während der Bauzeit eine Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer geschaffen wird. Nölp hielt diese Anregung für erwägenswert; Planer Reuther nahm dies als Arbeitsauftrag mit. Zu klären ist dabei auch, was dies kosten würde.

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