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Veröffentlicht am 21.04.2026 07:00

Nitratbelastung noch zu hoch: Wasserproben aus Raum Ansbach über Jahre verglichen

Der VSR-Gewässerschutz ist seit zehn Jahren mit seinem Labormobil in Stadt und Landkreis Ansbach unterwegs und bietet Bürgerinnen und Bürgern an, ihr Brunnenwasser analysieren zu lassen. Erstmalig, so heißt es in einer Pressemitteilung, gibt es nun mithilfe der 443 Untersuchungen Ergebnisse der Nitratbelastung von 2016 bis 2025.

Zusätzlich zu den Stationen vor Ort haben auch viele Brunnenbesitzende ihre Wasserproben mit der Post zur Überprüfung zugesandt, heißt es. Seit Beginn der Untersuchungen findet der Gewässerschutz in vielen Gartenbrunnen Nitratwerte über 50 Milligramm pro Liter. Die Nitratrichtlinie verpflichtet allerdings bereits seit 1991 dazu, diese Überschreitungen im Grundwasser zu verhindern.

Während in den Jahren 2016 bis 2020 noch 24,6 Prozent der Brunnen den Grenzwert überschritten, sei die Belastung im Zeitraum 2021 bis 2025 auf 34,7 Prozent gestiegen. „Besonders problematisch” findet Harald Gülzow vom VSR-Gewässerschutz, dass der Anteil der Brunnen mit einer Nitratbelastung von über 100 Milligramm pro Liter im gesamten Zeitraum nur auf 2,3 Prozent sank. Gülzow hat die Nitratuntersuchungen in Stadt und Kreis Ansbach von Anfang an begleitet.

Labormobil in Ansbach und Herrieden

„Es zeigt sich, dass die Maßnahmen in der Landwirtschaft zur Verringerung der Nitratbelastung im Grundwasser Wirkung zeigen. Allerdings ist die Nitratbelastung bisher nicht wie gehofft gesunken“, wird Gülzow zitiert.

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Die nitratbelasteten Gartenbrunnen liegen oft außerhalb der Wasserschutzgebiete der öffentlichen Trinkwasserversorgung. In den speziell ausgewiesenen Bereichen zum Schutz von Grundwasser haben viele Wasserversorgende bereits frühzeitig gehandelt, um die Nitratbelastung zu verringern. Der VSR-Gewässerschutz weist jedoch darauf hin, dass die Nitratbelastung auch außerhalb von Wasserschutzgebieten dringend flächendeckend gesenkt werden muss.

Auch in diesem Jahr ist das Labormobil wieder in der Region unterwegs, um die Entwicklung der Nitratbelastung weiter zu beobachten. Am Montag, den 22. Juni, von 9 bis 11 Uhr auf dem Martin-Luther-Platz in Ansbach und am Montag, 6. Juli, von 9 bis 11 Uhr auf dem Marktplatz in Heilsbronn.

Weitere Ergebnisse und die dazugehörigen Grafiken gibt es unter vsr-gewaesserschutz.de/regionales/bayern/kreis-ansbach/nitrat

Harald Gülzow vom VSR-Gewässerschutz informiert über die Ergebnisse aus Stadt und Landkreis Ansbach. (Foto: Ruben Wiltsch)
Harald Gülzow vom VSR-Gewässerschutz informiert über die Ergebnisse aus Stadt und Landkreis Ansbach. (Foto: Ruben Wiltsch)
Harald Gülzow vom VSR-Gewässerschutz informiert über die Ergebnisse aus Stadt und Landkreis Ansbach. (Foto: Ruben Wiltsch)

Anna Beigel
Anna Beigel
Redakteurin in Ansbach
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