Mit dem zweitschnellsten 5000-Meter-Rennen seiner Karriere startete der Colmberger Florian Bremm in die Weltmeisterschaftssaison.
Beim Boris-Hanžeković-Memorial in Zagreb belegte der 24-Jährige nach 13:17,54 Minuten in einem starken internationalen Feld den siebten Platz und blieb damit lediglich sechs Sekunden über seiner vor Jahresfrist in Brüssel aufgestellten persönlichen Bestmarke.
Bremm gönnte sich am Vorabend statt eines Stadiontrainings lieber eine 45-minütige Rückenmassage. Selbiger bereitete ihm in Winter immer wieder Probleme.
17 Läufer nahmen die zwölfeinhalb Runden in Angriff, während die Sonne hinter der Haupttribüne versank.
Der Start erfolgte in zwei Gruppen. Bremm, in einem neuen schwarz-grauen Einteiler unterwegs, befand sich in der vorderen, welche den schnelleren Läufern vorbehalten war. Nach 100 Metern ordnete sich das Feld und zerfiel kurze Zeit später in zwei Gruppen. Vorne wurde auf das Tempo gedrückt.
Einige afrikanische Läufer hatten den Meetingrekord im Visier. Diesen und insgesamt 5000 Dollar Preisgeld sicherte sich im Endspurt aus einer dreiköpfigen Gruppe heraus der Kenianer Denis Kipkoech in 13:03,17 Minuten vor den lange Zeit führenden Andrew Kiptoo Alamsi (Kenia, 13:03,30) und dem Äthiopier Biniam Mehary (13:03,57).
Florian Bremm befand sich zwei Runden vor Schluss in einer mehrköpfigen Gruppe, in welcher er ein gutes Tempo laufen konnte und die er lange anführte. Der letzte Kilometer wurde jedoch zäh. Als sich die Läufer 600 Meter vor dem Ziel langsam zum Endspurt vorsortierten, gab es kurz eine Schrecksekunde. Bremm geriet leicht ins Stolpern, fing sich aber wieder. Auf der Zielgeraden verlor er noch einen Platz – eine Hundertstel fehlte zu Rang sechs.
Das Ergebnis wird solide Punkte fürs World Ranking bringen.
„Mit dem Rennen kann ich zufrieden sein“, so Bremm, „trotzdem weiß ich, dass da noch einige Sekunden möglich sind. Das Ergebnis wird solide Punkte fürs World Ranking bringen, da kann ich drauf aufbauen.“