Razzia bei Eltern von Nawalny-Vertrautem Wolkow | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 03.04.2025 10:50

Razzia bei Eltern von Nawalny-Vertrautem Wolkow

Leonid Wolkow wirft den russischen Behörden vor, seinen Vater in Sippenhaft zu nehmen. (Archivbild) (Foto: Jean-Francois Badias/AP/dpa)
Leonid Wolkow wirft den russischen Behörden vor, seinen Vater in Sippenhaft zu nehmen. (Archivbild) (Foto: Jean-Francois Badias/AP/dpa)
Leonid Wolkow wirft den russischen Behörden vor, seinen Vater in Sippenhaft zu nehmen. (Archivbild) (Foto: Jean-Francois Badias/AP/dpa)

Die russischen Behörden haben Ermittlungen gegen den Vater des prominenten Oppositionspolitikers Leonid Wolkow eingeleitet und eine Hausdurchsuchung vorgenommen. Dem 69-jährigen Michail Wolkow werde die Finanzierung einer extremistischen Organisation vorgeworfen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Sicherheitsorgane. 

Der ins Ausland emigrierte Wolkow, der einiger der wichtigsten Vertrauten des in Haft gestorbenen Kremlgegners Alexej Nawalny ist, bestätigte bei Telegram die Durchsuchung des Elternhauses. Die Festnahme dementierte er aber. „Es wurde Technik bei ihnen beschlagnahmt, und sie werden zu weiteren Ermittlungshandlungen gebracht“, sagte er.

Anti-Korruptions-Organisation mittlerweile verboten

Laut den bisher bekannten Vorwürfen soll Wolkows Vater Geld an die von Nawalny gegründete Stiftung für die Bekämpfung der Korruption (FBK) überwiesen haben. Wolkow gilt als eine Schlüsselfigur bei FBK. Die Organisation hatte zahlreiche Korruptionsskandale ranghoher russischer Politiker, darunter auch von Kremlchef Wladimir Putin, offengelegt. In Russland ist sie inzwischen als extremistisch verboten.

Michail Wolkow ist Mathematiker und war Professor an der Universität in der Millionenstadt Jekaterinburg am Uralgebirge. Er sei im Februar seinetwegen entlassen worden, teilte sein Sohn nun mit, der den Behörden „Sippenhaft“ vorwarf. Aus der Sicht Putins habe sein Vater zwei Verbrechen begangen. Das erste bestehe darin, dass er sein Vater sei, das zweite, dass er ein ehrlicher Mensch sei, sagte Wolkow.

© dpa-infocom, dpa:250403-930-422427/1


Von dpa
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