Die Rekord-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt wollen auch bei den Olympischen Winterspielen 2030 in den französischen Alpen um die Medaillen kämpfen. Daher verschieben die Rodel-Doppelsitzer aus Bayern ihr geplantes Karriereende in diesem Winter auf der wieder aufgebauten Heimbahn am Königssee.
„Wir wollen euch was sagen, wir haben alles erreicht in unserem Sport - mehrfach. Wir sind siebenfache Olympiasieger, zehnfache Weltmeister und siebenmal haben wir den Gesamtweltcup gewonnen. Mit knapp 40 Jahren endet unsere Laufbahn - eigentlich. Wir starten das Projekt 2030 Olympia und nehmen euch mit auf diese Reise“, erklärten die beiden Ausnahmeathleten in einem Instagram-Video.
Die Olympia-Bahn in La Plagne kennen sie bestens. Das deutsche Team testet regelmäßig dort Material. Zuvor steht die Weltmeisterschaft in Innsbruck/Igls an, wo das Duo schon 2027 Gold im Sprint gewann. „Wir sind 39, wir sind fit und wir sind gesund“, sagte Wendl dem ZDF. Die Startzeiten seien zuletzt sogar besser gewesen als in der vorangegangenen Olympia-Saison.
Beide sind regelmäßig mit dem Mountainbike unterwegs und meinten schon bei Olympia in Cortina zur Deutschen Presse-Agentur: „Wir sind fit wie nie. Und wir haben enormen Spaß dabei.“ Nach Gold im Doppel in Sotschi 2014, 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking reichte es in Italien zu Bronze. Dafür kam das vierte Olympia-Gold im Team dazu.
Den letzten Weltcup der Vorsaison hatten sie weggelassen, um dem Nachwuchs eine Chance zu geben. Doch der Weg zur Weltspitze ist schwer. „Wir wollen ihnen nicht den Weg stehen, wir wollen ihnen helfen“, sagte Arlt, der sich wie sein Rodelpartner für den Nachwuchs in der bayerischen Heimat engagiert. Doch die Trainerlaufbahn müsse noch warten. „Wir wollen wieder oben stehen, ganz oben“, sagte Arlt.
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