Ein Test, bei dem ein hoher Salzgehalt mal nicht zur Abwertung führt, ist eine Seltenheit: Denn dass Salzstangen salzig sind, steckt nicht nur im Namen, sondern wird von Kunden auch erwartet. Allerdings variiert der Salzgehalt beim Salzstangentest der Zeitschrift „Öko-Test“ (Ausgabe 03/1026) stark - von 2,5 bis 6,8 g pro 100 g, wie die Tester festgestellt haben.
Kritik kommt hier an anderer Stelle: erhöhte Acrylamidgehalte. Der Stoff hat sich in Tierversuchen als krebserregend und erbgutschädigend erwiesen, so die Öko-Tester. In rund einem Drittel der 19 überprüften Salzstangen wurden erhöhte Gehalte davon im Labor offengelegt - und zwar mehr als die Hälfte über dem Richtwert für Cracker der Europäischen Kommission. Für die Tester ein Grund, bei sechs Produkten jeweils zwei Noten abzuziehen.
Wie viel Acrylamid sich in einem Lebensmittel bildet, hänge nicht nur mit zu dunklem Backen zusammen, sondern hänge auch vom Gehalt an reduzierenden Zuckern und der im Getreide vorkommenden Aminosäure ab, so die Zeitschrift.
Ein Drittel mit „befriedigenden“ und „ausreichenden“ Noten in der Kritik heißt aber auch: Zwei Drittel der getesteten Salzstangen sind zu empfehlen. Drei „gute“ Produkte erhielten Abzüge - zwei für Spuren von Pestiziden, eins für einen weiteren bedenklichen Stoff. Zehn Packungen bekommen die Bestnote, darunter alle Bio-Produkte und sechs konventionelle. Das sind:
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