Sanierungen und Sonderbelastung: So steht es um Dinkelsbühls Leitungen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 06.08.2024 13:30

Sanierungen und Sonderbelastung: So steht es um Dinkelsbühls Leitungen

Bei einem der elf Brunnen in der Mutschach steht eine Generalsanierung an. (Foto: Laura Krehn)
Bei einem der elf Brunnen in der Mutschach steht eine Generalsanierung an. (Foto: Laura Krehn)
Bei einem der elf Brunnen in der Mutschach steht eine Generalsanierung an. (Foto: Laura Krehn)

Eine Spülbohrung unter Bahngleisen, die Sanierung von Versorgungsleitungen oder der Aufbau eines Nahwärmenetzes: In der Zeit der Sommerferien haben die Stadtwerke Dinkelsbühl viel zu tun. Dazu gehört auch, genügend Wasser für die 45.000 Besucher des Summer-Breeze-Festival zu haben.

In der Schützenstraße wurden seit Juli 33 Hausanschlüsse erneuert. Die Kabelschutzrohre für einen zukünftigen Breitbandausbau werden laut einer Pressemitteilung der Stadt bei der Maßnahme gleich mitverlegt. Die Bauarbeiten werden noch bis Oktober andauern. Insgesamt werden rund 230 Meter Versorgungsleitung für Wasser, 500 Meter Stromleitung und 400 Meter Kabelschutzrohre für Breitband verlegt. Die Kosten belaufen sich auf rund 500.000 Euro.

Ein weiteres Projekt: In der Ellwanger Straße werden 19 Haushalte direkt an das Nahwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen. Für weitere fünf Haushalte findet eine Vorverlegung statt, dazu zählt auch das zukünftige Gebäude der Landesfinanzschule. Die Baukosten betragen rund 1.160.000 Euro.

Fernwärme, Strom und Breitband in einem Rutsch

Anfang Juni wurde mit dem Projekt im Steinwiesenweg und Nottnagelweg begonnen, mittlerweile wird die Versorgungstrasse in der Wörter Straße verlegt. Zeitgleich mit der Fernwärme werden die Versorgungsleitungen Strom und Straßenbeleuchtung erneuert sowie Kabelschutzrohre für zukünftigen Strom- und Breitbandausbau mitverlegt. Die Bauarbeiten dauern noch bis Ende des Jahres.

Eine Generalsanierung steht im Heizkraftwerk der Stadtwerke an der Ellwanger Straße an: Dort läuft der Ofen seit mehr als 20 Jahren. Bei Kosten von 150.000 Euro werden alle Schamottsteine ausgebaut und neu gemauert. Auch die Metallbauteile, wie der Einschub, werden erneuert. „Wir schließen immer mehr Haushalte an unser Heizkraftwerk an und werden mit dieser Generalsanierung dafür sorgen, dass der Ofen in den nächsten Jahren wieder tragfähig ist“, erklärt Stadtwerkeleiter Andreas Karl in der Mitteilung.

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Gearbeitet wird in der Sommerzeit auch im Bereich der Brücke der Bechhofener Straße. Diese soll 2026 erneuert werden. Da dort viele Stromkabel verlaufen, beginnen die Stadtwerke bereits jetzt mit einer Umverlegung der Leitungen. Dafür haben die Stadtwerke mithilfe einer externen Firma eine Spülbohrung unter den Bahngleisen, auf Höhe der Tankstelle, vorgenommen. Eine halbe Million Euro kostet die Maßnahme: 200.000 Euro für die Spülbohrung und 300.000 Euro für eine neue Trafostation.

Elf Brunnen in der Mutschach liefern Trinkwasser

Ein weiteres Projekt steht in der Mutschach an. Dort gibt es elf Brunnen, die für Trinkwasser in Dinkelsbühl sorgen. Bei einer Kontrolle an einem Brunnen haben Mitarbeiter der Stadtwerke festgestellt, dass die Pumpleistung nachgelassen hat. Die Ursache dafür sind Manganablagerungen, wie Stadtwerkeleiter Andreas Karl erklärt: „In den Brunnen befinden sich Schlitze in den Wänden, durch die das Wasser zuströmt. Unser Wasser enthält viel Eisen und Mangan. Vor allem letzteres kann sich an den Schlitzen ablagern und diese verstopfen.“ Eisen und Mangan seien nicht gesundheitsschädigend – brächten aber technische Probleme.

Der Brunnen müsse kurzzeitig still gelegt und die Schlitze mithilfe von Bürsten gereinigt werden. In diesem Fall erhält der Brunnen gleich noch eine neue Pumpe, da die alte bereits in die Jahre gekommen ist. Nach dieser Regenerierung wird der Brunnen erneut mit der Kamera untersucht. Nach einer erfolgreichen Leistungskontrolle ist der Brunnen wieder einsatzbereit.

Zeitdruck durch Summer Breeze

Dabei handelt es sich für die Stadtwerke um eine wichtige Baustelle, denn spätestens bis zum Start des Festivals „Summer Breeze“ am 14. August müssen alle Brunnen wieder einsatzbereit sein: „Am Festival muss die Wasserversorgung zu 90 Prozent funktionieren, ansonsten haben wir zu wenig Wasser für so viele Menschen, vor allem bei den hohen Temperaturen“, so Karl. Eine Firma aus Insingen übernimmt die Arbeiten. Die Kosten betragen 60.000 Euro.

Alle zehn bis 15 Jahre komme es zu einer solchen Sanierung. Allerdings sei dies nicht bei allen Brunnen nötig, sondern von der Geologie abhängig.

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