Am Montagnachmittag versuchten unbekannte Täter in Ansbach erneut, ältere Menschen mit der sogenannten Schockanrufmasche um ihr Geld zu bringen. Dies teilte die Polizei nun mit.
Gegen 14.25 Uhr erhielt eine 72-Jährige einen Anruf von einem unbekannten Mann, der sich als Polizeibeamter aus Trier ausgab. Der Anrufer behauptete, die Tochter der Frau habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um eine Haft zu verhindern, müsse eine Kaution in Höhe von 95.000 Euro hinterlegt werden. Die Frau wurde misstrauisch und stellte Nachfragen, woraufhin der Anrufer das Gespräch beendete.
Nur wenige Minuten später, gegen 14.30 Uhr, erhielt eine 86-jährige Rentnerin ebenfalls einen Schockanruf. Eine unbekannte Anruferin gab sich als Ärztin des Ansbacher Krankenhauses aus und behauptete, der Sohn der Frau sei an Krebs erkrankt. Für ein angeblich dringend benötigtes Medikament aus der Schweiz seien 280.000 Euro erforderlich. Auch in diesem Fall kam es zu keiner Geldübergabe.
Die Polizei warnt in ihrer Mitteilung erneut eindringlich vor dieser Betrugsmasche. Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichte oder Krankenhäuser fordern am Telefon niemals hohe Geldbeträge oder Wertgegenstände zur Abwendung einer angeblichen Haft oder zur Finanzierung einer medizinischen Behandlung. In solchen Fällen sollte das Gespräch sofort beendet und die Polizei kontaktiert werden.