Schufa-Score 100 unmöglich: So kommen Sie zumindest nah ran | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 03.04.2025 12:50

Schufa-Score 100 unmöglich: So kommen Sie zumindest nah ran

Wirtschaftsauskunfteien wie die Schufa bewerten die Bonität von Verbraucherinnen und Verbrauchern. (Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn)
Wirtschaftsauskunfteien wie die Schufa bewerten die Bonität von Verbraucherinnen und Verbrauchern. (Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn)
Wirtschaftsauskunfteien wie die Schufa bewerten die Bonität von Verbraucherinnen und Verbrauchern. (Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn)

Rechnungen stets pünktlich bezahlt? Nie eine Mahnung erhalten? Und auch sonst legen Sie ein vorbildliches Finanzverhalten an den Tag? Dann sollte Ihr Schufa-Score auch entsprechend gut sein. Die Skala reicht von ungenügend (bis 29,99 Prozent) bis hervorragend (ab 97,22 Prozent). Wer schon mal eine Bonitätsauskunft bei Deutschlands bekanntester Auskunftei eingeholt hat, wird sich irgendwo in diesem Zahlenbereich bewegt haben. Was allerdings noch nie jemand gesehen hat: Einen Score von 100 Prozent. Warum eigentlich?

Ein Experte der Schufa hat darauf eine einfache Antwort: Es ist gar nicht möglich. „Der Score liefert eine statistische Prognose, inwieweit eine Person ihren Zahlungsverpflichtungen auch in der Zukunft nachkommen wird“, so der Fachmann in einem Erklärvideo. Die Grundlage dafür bildet unter anderem das Zahlungsverhalten der Vergangenheit.

Kostenlose Datenkopie kann Aufschluss geben

Würde man einer Person einen Scorewert von 100 Prozent bescheinigen, würde das bedeuten, dass die Schufa einen Zahlungsausfall aufgrund der vorbildlichen Historie auch in der Zukunft absolut ausschließen kann. Das ist allerdings nicht möglich. Denn in der Zukunft kann es immer mal zu Situationen kommen, in denen eine Person ihre Rechnungen nicht begleichen kann. Mit einem hervorragenden Score von 97,22 Prozent und mehr sollte es aber beim Abschluss eines Handy- oder Mietvertrags keine Probleme geben.

Wer seinen Score einmal simulieren möchte, kann das mit Hilfe des Score-Simulators auf der Webseite der Schufa tun. Ihren tatsächlich bei der Auskunftei hinterlegten Score können Interessierte ebenfalls online in Form einer kostenlosen Datenkopie anfordern. Diese gelegentlich zu prüfen, kann sinnvoll sein. Denn nur so können Verbraucherinnen und Verbraucher sicherstellen, dass ihnen keine Falschinformationen den Score verhageln.

So lässt sich der Score verbessern

Für einen guten Schufa-Score ist es einer Sprecherin des Unternehmens zufolge wichtig, dass keine negativen Einträge bestehen - etwa aufgrund unbezahlter Rechnungen. Außerdem sollten Verbraucherinnen und Verbraucher nie mehr Girokonten oder Kreditkarten besitzen, als sie wirklich brauchen. Für beides gilt: Ein oder zwei wirken sich noch positiv auf den Score aus, mehr davon haben gegenteiligen Effekt. 

Es kann sich also lohnen, überflüssige Konten und Kreditkarten zu kündigen - im Idealfall jüngere, weil sich lange bestehende Geschäftsbeziehungen positiv auf den Score auswirken. Zudem wichtig: häufige Zahlungen auf Rechnung vermeiden, weil sie die Schufa-Bewertung verschlechtern.

Bei der Auskunftei gespeicherte Daten sollten zudem immer aktuell sein. Ist eine offene Forderung irgendwann beglichen, ein Girokonto geschlossen oder ein Ratenkredit abgezahlt, sollten die entsprechenden Einträge auch nicht mehr bei der Schufa auftauchen. Tun sie es doch, sollten Betroffene nachhaken.

© dpa-infocom, dpa:250403-930-422597/1


Von dpa
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