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Veröffentlicht am 17.06.2026 14:57

So machen Sie vor der Urlaubsfahrt beim Auto einen Kurzcheck

Sicherer Start in den Urlaub: Ein kurzer Check vor der Abfahrt sorgt für eine entspannte und sichere Reise. (Foto: Silvia Marks/dpa-tmn)
Sicherer Start in den Urlaub: Ein kurzer Check vor der Abfahrt sorgt für eine entspannte und sichere Reise. (Foto: Silvia Marks/dpa-tmn)
Sicherer Start in den Urlaub: Ein kurzer Check vor der Abfahrt sorgt für eine entspannte und sichere Reise. (Foto: Silvia Marks/dpa-tmn)

Bevor man in den Urlaub starten kann, wird es für viele richtig hektisch. Alles in den Koffern dabei, die Papiere, das Lieblingsspielzeug der Kinder und so weiter? In all der Hektik sollte eines nicht vergessen werden: Ein Kurzcheck des Autos vor dem Losfahren, ob auch wirklich alles in Ordnung ist. Das dauert meist nicht länger als ein paar Minuten, so die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ).

Denn heißes Wetter, lange Autobahnfahrten, Staus, Gebirgsetappen und mehr Ladung als sonst – all das setzt Reifen, Bremsen, Kühlung und Fahrwerk zu. Wer zeitig prüft, kann das Risiko ungeplanter Zwischenstopps minimieren und trage zu einer sicheren Fahrt für alle Insassen bei.

Der Fünfminuten-Check folgt der Reihenfolge: 

  1. Reifen
  2. Licht
  3. Flüssigkeiten
  4. Sicht
  5. Gepäck

Am besten so timen, dass man im Zweifel noch Zeit zum Reagieren hat, etwa falls ein Reifen defekt sein sollte. Den Kurzcheck kann man dann direkt vor dem Losfahren zur Sicherheit noch einmal wiederholen. Dann noch den Tank füllen oder die Batterie laden – und schon kann’s losgehen.

So geht der Kurzcheck:

  • Reifen: Ums Auto gehen und darauf achten, ob Reifen augenscheinlich beschädigt sind, ob sich Fremdkörper in der Lauffläche eingefahren haben oder ob an einer Flanke gar Risse oder Beulen zu sehen sind.Ob noch genug Profiltiefe vorhanden ist, misst man am besten mit einer Schieblehre, egal ob analog oder digital. Erstere kosten nicht viel oder es gibt sie zuweilen gratis als Werbegeschenk. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimeter Profiltiefe. Die GTÜ rät jedoch zu mindestens vier Millimetern. Das sorgt für mehr Reserven für längere Fahrten und bessere Haftung im Nassen.Den Reifendruck an die Mehrbelastung durch Gepäck und Passagiere angleichen. Die Werte finden sich sind meist in der Betriebsanleitung und als Aufkleber, etwa in der Tankklappe oder an der Türsäule. Auch dafür kann man sich einen Reifendruckprüfer und einen kleinen Akku-Kompressor für Korrekturen zulegen. Das macht unabhängig von Tankstellen. 
  • Beleuchtung: Leuchtet alles so, wie es leuchten soll? Abblendlicht, Rücklicht, Bremslicht, Blinker und Warnblinkanlage? Wer dazu gerade keinen Helfer parat hat, um das Licht von außen zu checken, kann auch eine Garagenwand, ein Schaufenster oder eine helle Fläche nutzen. 
  • Flüssigkeiten: Ölstand und Scheibenwaschwasser kontrollieren und bei Bedarf nachfüllen. Ausreichend Scheibenwaschwasser oder entsprechendes Konzentrat mitzunehmen, ist speziell auf langen Fahrten wichtig, wenn Insekten, Staub oder Straßenschmutz die Sicht verschlechtern. Zudem ist das zumeist billiger, als wenn es später an der Autobahn gekauft werden muss. Auch einmal kurz unter das Auto schauen: Finden sich frische Flüssigkeitsflecken darunter, kann das auf Undichtigkeiten hinweisen und sollte im Zweifel abgeklärt werden. 
  • Sicht: Falls bis jetzt nicht geschehen, sollten Front-, Heck- und Seitenscheiben sowie die Spiegel geputzt werden. Entsprechende Mittel für unterwegs auch mitnehmen. Bei den Scheiben auch nicht die Innenseiten vergessen. Denn dort fallen Schlieren häufig erst bei tief stehender Sonne oder Gegenlicht auf. Doch sie können die Sicht erheblich beeinträchtigen. Wer noch Wischblätter montiert hat, die schon schmieren, rubbeln oder Risse zeigen, ersetzt diese und sorgt ebenfalls für ein Plus an Sicherheit. 
  • Gepäck: Schwere Stücke gehören nach unten und möglichst nah an die Rücksitzlehne. Und alles gut verzurren. Lose Gegenstände können schon bei einer Vollbremsung oder einem Unfall zu gefährlichen Geschossen werden. Selbst Wasserflaschen, Tablets, Spielzeug oder Kühlboxen sollte man so lagern, dass sie sich nicht selbständig machen können.Bei allem Ladungs-Tetris nicht vergessen: Warndreieck, Warnwesten (besser für alle Insassen an Bord und nicht nur nach Pflicht für den Fahrer) und Verbandkasten (noch nicht abgelaufen?) müssen dennoch stets griffbereit bleiben. Also am besten vor dem Gepäckeinladen schonmal aus der Stauklappe im Boden rausholen. 

© dpa-infocom, dpa:260617-930-237907/1


Von dpa
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