Standardbrief-Porto soll um 20 Cent auf 1,15 Euro steigen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 20.10.2026 13:01, aktualisiert am 20.10.2026 13:01

Standardbrief-Porto soll um 20 Cent auf 1,15 Euro steigen

Die alte 95-Cent-Briefmarke bleibt auch nächstes Jahr noch gültig, aber dann sollte man eine 20-Cent-Extrabriefmarke hinzufügen. (Foto: Bernd Weißbrod/dpa)
Die alte 95-Cent-Briefmarke bleibt auch nächstes Jahr noch gültig, aber dann sollte man eine 20-Cent-Extrabriefmarke hinzufügen. (Foto: Bernd Weißbrod/dpa)
Die alte 95-Cent-Briefmarke bleibt auch nächstes Jahr noch gültig, aber dann sollte man eine 20-Cent-Extrabriefmarke hinzufügen. (Foto: Bernd Weißbrod/dpa)

Der Versand eines Standardbriefs in Deutschland wird ab kommendem Jahr aller Voraussicht nach deutlich mehr als einen Euro kosten. Die Deutsche Post gab in Bonn bekannt, dass sie das Porto für diese häufig genutzte Briefart Anfang 2027 um 20 Cent auf 1,15 Euro anheben möchte. Das ist der höchste Porto-Anstieg, den es jemals gab. 

Auch die Postkarte, der Kompakt-, Groß- und Maxibrief sollen teurer werden. Der Logistiker begründete diesen Schritt mit sinkenden Briefmengen und steigenden Kosten. Im Digitalzeitalter verschicken die Firmen und Menschen immer weniger Briefe und setzen stattdessen auf Mails oder Chatnachrichten.

Für die Gültigkeit des Vorhabens fehlt noch die Zustimmung der Bundesnetzagentur. Die Bonner Behörde hatte vergangene Woche einen sogenannten Preiserhöhungsspielraum vorgeschlagen. Sie hatte die Gesamtmenge aller Briefe, die in den Jahren 2027 und 2028 versendet werden, prognostiziert und dann signalisiert, dass die Einnahmen aus dem Briefversand um 20,35 Prozent steigen dürfen.

Im Rahmen dieser Vorgabe darf die Post selbst entscheiden, wie stark sich jede einzelne Briefart verteuern darf. Beim Standardbrief liegt der Porto-Anstieg nun bei 21,05 Prozent. Beim Kompaktbrief liegt der geplante Anstieg hingegen niedriger als im Gesamtschnitt - diese Sendungsart wird 15 Cent teurer auf 1,25 Euro (plus 13,64 Prozent).

Wie die Post den Schritt begründet

„Die Briefmengen sinken seit Jahren deutlich, während die Personal-, Energie- und Sachkosten steigen“, sagte Nikola Hagleitner, die im Logistikkonzern DHL im Vorstand sitzt und zuständig ist für Post & Paket Deutschland. Zugleich müsse die Post auch künftig ein flächendeckendes Netz aus Briefkästen und Filialen für ganz Deutschland vorhalten. „Wenn immer weniger Briefe über diese Infrastruktur laufen, steigen die Kosten pro Brief zwangsläufig.“ Man investiere zudem jedes Jahr rund eine Milliarde Euro in das Post- und Paketnetz, etwa in Elektrofahrzeuge und Automaten. 

Die Post wies zudem darauf hin, dass das Briefporto im Vergleich zu anderen Staaten niedrig ist. Der europäische Schnitt liege bei einem Standardbrief bei 1,52 Euro.

© dpa-infocom, dpa:261020-930-866513/2


Von dpa
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