Steht die Landesgartenschau in Bad Windsheim vor dem Aus? | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 14.11.2024 20:55, aktualisiert am 15.11.2024 12:45

Steht die Landesgartenschau in Bad Windsheim vor dem Aus?

Da herrschte noch Aufbruchsstimmung: Jürgen Heckel, Birgit Grübler und Hanspeter Faas (von links) sollten die Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim gemeinsam stemmen. Darauf jedoch verzichtet Faas nun. (Foto: privat)
Da herrschte noch Aufbruchsstimmung: Jürgen Heckel, Birgit Grübler und Hanspeter Faas (von links) sollten die Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim gemeinsam stemmen. Darauf jedoch verzichtet Faas nun. (Foto: privat)
Da herrschte noch Aufbruchsstimmung: Jürgen Heckel, Birgit Grübler und Hanspeter Faas (von links) sollten die Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim gemeinsam stemmen. Darauf jedoch verzichtet Faas nun. (Foto: privat)

Die Landesgartenschau, für 2027 in Bad Windsheim geplant, könnte vor dem Aus stehen. Nachdem vor wenigen Tagen der von der bayerischen Landesgartenschau GmbH gestellte bisherige Geschäftsführer Robert Sitzmann zurückgetreten war, verweigerte sein designierter Nachfolger Hanspeter Faas die Aufnahme der Tätigkeit.

Wie die Bayerische Landesgartenschau GmbH (ByLGS) mitteilt, stehe Faas, der seit über 45 Jahren mehrere Landes- und auch Bundesgartenschauen organisiert hatte, für die Aufgabe in Bad Windsheim nicht zur Verfügung. Seine Zusage habe er „mit einigen Vorstellungen verbunden, was die Rahmenbedingungen angeht. Leider wurden meine Vorstellungen hinsichtlich einer vertrauensvollen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates und der Geschäftsführerin schon sehr schnell nicht erfüllt“, schreibt Faas in einer Pressemitteilung.

„Professionelle Zusammenarbeit unmöglich”

Bei den von Faas genannten Bad Windsheimer Verantwortlichen handelt es sich um Bad Windsheims Bürgermeister Jürgen Heckel und Birgit Grübler. Er sei, so Faas weiter, „innerhalb nur weniger Tage zur Überzeugung gelangt, dass die vorhandenen Organisationsstrukturen, Abläufe, Aufgabenverteilungen und Entscheidungswege eine professionelle Zusammenarbeit unmöglich machen“.

Die Bayerische Landesgartenschau GmbH stellt sich in ihrer Pressemitteilung voll und ganz hinter Faas. Man habe die Hoffnung gehabt, dass der „qualifizierteste Gartenschau-Macher“, den man habe verpflichten können, das Steuer zusammen mit Grübler übernehmen und das Team in den kommenden Jahren gleichberechtigt führen werde. Diese Hoffnung sei innerhalb weniger Tage enttäuscht worden.

„Bisher gab es nie Probleme”

Wie Martin Richter-Liebald, Geschäftsführer der ByLGS erklärte, habe man bisher „seit mehr als 44 Jahren erfolgreich bayerische Landesgartenschauen in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Stadträten, Aufsichtsräten, Bürgermeistern und Bürgern“ organisiert. „Bisher gab es nie Probleme in der Zuordnung der Zuständigkeiten“, schreibt die ByLGS.

Man habe sich jetzt „an den Aufsichtsrat der Landesgartenschau Bad Windsheim 2027 GmbH“ gewandt, „um eine Klärung herbeizuführen“.

Wie diese Klärung letztendlich aussehen könnte, war zum Redaktionsschluss am Donnerstagabend noch nicht absehbar. Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Heckel war für eine Stellungnahme telefonisch nicht mehr zu erreichen. Sollte seitens der ByLGS die Geschäftsleitung nicht in absehbarer Zeit neu besetzt werden, droht der Bad Windsheimer Landesgartenschau nach ersten Einschätzungen das Aus.


Patrick Lauer
Patrick Lauer
Redakteur
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