Steigende Bauzinsen: 4 Tipps für den Immobilienkauf | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 03.11.2026 13:12

Steigende Bauzinsen: 4 Tipps für den Immobilienkauf

Hohe Baukredite erfordern Weitsicht. Wer ein Haus kaufen will, sollte nicht alle Ersparnisse investieren, sondern Rücklagen behalten. (Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn)
Hohe Baukredite erfordern Weitsicht. Wer ein Haus kaufen will, sollte nicht alle Ersparnisse investieren, sondern Rücklagen behalten. (Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn)
Hohe Baukredite erfordern Weitsicht. Wer ein Haus kaufen will, sollte nicht alle Ersparnisse investieren, sondern Rücklagen behalten. (Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn)

Mit durchschnittlich mehr als vier Prozent Zinsen pro Jahr sind Baukredite im Schnitt so teuer wie zuletzt 2009. Das verteuert Immobilienkäufe. Denn schon Zinsunterschiede von einem halben Prozentpunkt können die monatliche Rate um mehrere hundert Euro nach oben treiben. Thomas Billmann, Baufinanzierungsberater der Bausparkasse Schwäbisch Hall, gibt vier Tipps, wie Kaufinteressierte die Finanzierung der eigenen vier Wände trotzdem auf sichere Füße stellen können.

  1. Monatsrate realistisch kalkulierenFragen Sie sich bei der Finanzierung einer Immobilie nicht nur, was Sie sich heute leisten können. Überlegen Sie auch, ob Sie die monatlichen Raten in einer veränderten Lebenssituation stemmen können - Stichwort Wegfall eines Einkommens, Jobwechsel, steigende Lebenshaltungskosten. Lassen Sie sich darum Spielraum. Bedenken Sie dabei auch immer, dass eine niedrige anfängliche Tilgung zwar zunächst die Monatsrate entlastet, dafür aber der Kredit langsamer zurückgezahlt wird. Das treibt die Zinskosten in die Höhe. Zudem sollten grundsätzlich Sondertilgungen möglich sein. So können etwa Bonuszahlungen oder Erbschaften für zusätzliche Rückzahlungen außer der Reihe aufgewandt werden.
  2. Verschiedene Zinsbindungen vergleichen10, 15 oder 20 Jahre? Je länger die vereinbarte Zinsbindung mit der Bank, desto länger haben Käuferinnen und Käufer Sicherheit und Konstanz bei der vereinbarten Monatsrate. Doch diese Sicherheit kostet oft einen gewissen Aufschlag, Banken verlangen dafür höhere Zinssätze. Käuferinnen und Käufer sollten darum verschiedene Angebote und Laufzeiten miteinander vergleichen und abwägen, wie viel ihnen die Sicherheit wert ist.
  3. Möglichst viel Eigenkapital einbringenJe mehr Eigenkapital Käuferinnen und Käufer beim Immobilienerwerb einbringen können, desto weniger Geld müssen sie aufnehmen - das wirkt sich meist positiv auf die Finanzierungskonditionen aus. Mindestens die Kaufnebenkosten sollten aus eigenen Mitteln bezahlt werden können, besser aber noch 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises. Können Sie das nicht leisten, sollten Sie sich vielleicht besser nach einer günstigeren Immobilie umsehen.
  4. Ausreichend Reserven zurückhaltenViel Eigenkapital einzubringen, ist gut. Wenden Sie aber trotzdem nicht sämtliche Ersparnisse auf. Halten Sie genügend Rücklagen für Reparaturen, Modernisierungen oder unerwartete Ausgaben wie ein defektes Auto, einen ausfallenden Kühlschrank oder die leckende Waschmaschine vor. Denn die Finanzierung muss auch dann funktionieren, wenn ein ungeplantes Ereignis eintritt.

© dpa-infocom, dpa:261103-930-937097/1


Von dpa
north