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Veröffentlicht am 12.06.2022 15:45

Tauschen erwünscht: Saatgut-Bibliothek rettet alte Sorten

Kati Voltz, die Leiterin der Stadtbücherei Feuchtwangen, zeigt hier eines der Kästchen, in denen die Saatgut- Tütchen aufbewahrt werden. (Foto: Jasmin Kiendl)
Kati Voltz, die Leiterin der Stadtbücherei Feuchtwangen, zeigt hier eines der Kästchen, in denen die Saatgut- Tütchen aufbewahrt werden. (Foto: Jasmin Kiendl)
Kati Voltz, die Leiterin der Stadtbücherei Feuchtwangen, zeigt hier eines der Kästchen, in denen die Saatgut- Tütchen aufbewahrt werden. (Foto: Jasmin Kiendl)

In der Stadtbücherei Feuchtwangen können die Nutzerinnen und Nutzer jetzt nicht nur Bücher, Hörbücher, Spiele und DVDs ausleihen, sondern auch selbst gewonnenes Saatgut aus biologischem Anbau unentgeltlich tauschen – in der Saatgut-Bibliothek.

Eine Saatgut-Bibliothek trage nicht nur zur Pflanzenvielfalt bei, sondern es könnten damit auch alte Sorten gerettet werden, sagt Bücherei-Leiterin Kati Voltz und verweist auf den vermehrten Einsatz gentechnisch veränderten Saatguts.

In der Stadtbücherei funktioniert der Samentausch ganz einfach: Interessierte können sich Blumen-, Kräuter- oder Gemüsesaat auswählen und zu Hause im Garten, Balkonkasten oder Topf aussäen. Sobald die Blumen blühen beziehungsweise das Gemüse reif ist und neue Samen gebildet hat, können diese abgenommen und getrocknet werden. Ein Teil des Saatgutes kann in der Stadtbücherei abgegeben werden. Dazu sollen die Samen laut Kati Voltz in ein kleines Papiertütchen verpackt und dieses mit Inhaltsangabe sowie Erntedatum versehen werden.

Bei Saatgutspenden sei wichtig darauf zu achten, kein Hybridsaatgut, sondern nur sortenreines samenfestes Saatgut zu verwenden. So könnten die Pflanzen auf natürliche Weise vermehrt werden.

Jasmin Kiendl

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Dieser Artikel ist erstmals am 24. März 2022 in der Fränkischen Landeszeitung erschienen.

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