Theater Ansbach: Filmmusik mit dem Würzburger Kammerorchester | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 28.09.2025 20:34

Theater Ansbach: Filmmusik mit dem Würzburger Kammerorchester

Filme sind für viele Menschen eine Möglichkeit abzuschalten, dem Alltag zu entfliehen und sich in neue Welten zu begeben. Doch was wären Filme ohne Musik? Das Würzburger Kammerorchester präsentierte am Freitag eine „Cinema Serenade” im Ansbacher Onoldiasaal berühmte Filmmelodien.

Das Theater Ansbach lud zu diesem Abend voller Geschichten und Magie und eröffnete damit seine Konzertsaison. Den Anfang machte die Filmmusik zu „Der mit dem Wolf tanzt“, einer Romanverfilmung von und mit Kevin Costner, in welcher ein junger Soldat während des Bürgerkriegs Freundschaft mit einem Indianerstamm schließt. Die fließenden Klänge erzählten von Weite und Ferne. Weiter ging es im Programm mit Kompositionen aus Zeichentrickfilmen, wie „König der Löwen”, „Die Schöne und das Biest” oder „Drachenzähmen leicht gemacht”.

Bunte Mischung wie gemacht für Jüngere

Eine bunte Mischung an Stücken, die sicher besonders ein jüngeres Publikum begeistert hätten, denn kaum ein Kind oder Elternteil hat mitreißende Melodien, wie „Hakuna Matata“ oder Belles Lied, nicht schon mal bei sich im Wohnzimmer laufen hören. Leider fanden sich nur sehr wenige junge Zuhörerinnen und Zuhörer beim Konzert, überhaupt blieben viele Plätze im Onoldiasaal frei. Schade, denn die musikalische Qualität des Ensembles hätte definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient. Die Anwesenden genossen das Programm aber in vollen Zügen und ließen das Orchester am Ende erst nach drei Zugaben von der Bühne.

Mystisch und zauberhaft zugleich erklangen die bekannten Melodien aus „Harry Potter” des derzeit berühmtesten Filmkomponisten John Williams. Neben dem harmonischen Kammerorchester, unter der Leitung von Professor Albrecht Holder, bereicherte auch der Geiger Ibrayim Bairam-Ali das Konzert. Seinen ersten Auftritt hatte der gebürtige Ukrainer bei der Titelmusik von „Fluch der Karibik“ und erntete gleich Bravo-Rufe aus dem Publikum. Die Sopranistin Mio Nakamune wiederum präsentierte unter anderem die Arie „Sempre Libera“ aus Verdis Oper „La Traviata“. Diese war Teil des Hollywood Klassikers „Pretty Woman“.

Der Abend bot nämlich nicht nur speziell für Filme komponierte Lieder, sondern auch berühmte klassische Kompositionen, die durch Filme breite Beachtung fanden, etwa Schostakowitschs „Zweiter Walzer“ aus dem Thriller „Eyes Wide Shut“ mit Nicole Kidman und Tom Cruise. Das Ende des Abends widmete das Orchester einer weit entfernten und mystischen Welt. Drei wunderbare und epochale Kompositionen von Joe Hisaishi nahmen das Publikum auf eine Reise ins ferne Asien. Die „Game of Thrones Suite“ aus der Feder des Deutsch-Iraners Ramin Djawadi beschloss das Programm. Das Würzburger Kammerorchester zeigte, gemeinsam mit den Solisten, dass Musik berührt, Gefühle entfacht und eine heilsame Wirkung haben kann.

Eröffnete die Konzertsaison des Ansbacher Theaters: Würzburger Kammerorchester mit seinem Programm „Cinema Serenade” im Onoldiasaal. (Foto: Christina Özbek)
Eröffnete die Konzertsaison des Ansbacher Theaters: Würzburger Kammerorchester mit seinem Programm „Cinema Serenade” im Onoldiasaal. (Foto: Christina Özbek)
Eröffnete die Konzertsaison des Ansbacher Theaters: Würzburger Kammerorchester mit seinem Programm „Cinema Serenade” im Onoldiasaal. (Foto: Christina Özbek)

Von CHRISTINA ÖZBEK
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