Tür im Cockpit für Le Mans für Maximilian Götz wohl zu | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 20.04.2023 18:00

Tür im Cockpit für Le Mans für Maximilian Götz wohl zu

Mit mehr als 20 Rennwochenenden rechnet Maximilian Götz in diesem Jahr. (Foto: Mercedes-Benz)
Mit mehr als 20 Rennwochenenden rechnet Maximilian Götz in diesem Jahr. (Foto: Mercedes-Benz)
Mit mehr als 20 Rennwochenenden rechnet Maximilian Götz in diesem Jahr. (Foto: Mercedes-Benz)

Auch wenn es für Maximilian Götz in diesem Jahr nicht die gewohnten DTM-Auftritte gibt, so ist das Rennprogramm des Uffenheimers mittlerweile ziemlich dicht getaktet. Nur aus dem Le Mans-Traum dürfte wohl nichts werden.

Am Sonntag, 23. April, findet der erste Lauf der GT World Challenge Europe in Monza statt. Götz ist dieses Jahr in der „Langstrecken-Europameisterschaft“ als Stammfahrer in einem Mercedes-AMG GT3 des Akkodis ASP Team eingeplant.

Die Erwartungen sind hoch und der 37-Jährige hat auch „einen guten Eindruck“ von Akkodis, das 2022 die Teamwertung im Gesamtklassement und in der Endurance-Wertung gewann – daneben gibt es auch noch eine Sprintwertung. Der Schweizer Raffaele Marciello gewann den Fahrertitel in den Gesamt- und Endurancewertungen.

Einsatz hängt von Sponsor ab

Marciello teilt sich in dieser Saison mit Timur Boguslavsky (RUS) und Jules Gounon (AND) das erste Akkodis-Auto. Götz sitzt mit Thomas Drouet (FRA) und Lorenzo Ferrari (ITA) im anderen. Beide starten in der Pro-Kategorie, der höchsten.

Nach dem Drei-Stunden-Rennen in Monza macht die GTWCE Anfang Juni Halt in Le Castellet/Frankreich, Anfang Juli folgt der Saisonhöhepunkt bei den 24 Stunden von Spa/Belgien. Spa ist das Stichwort für eine andere Geschichte rund um Götz, die weiter köchelt, aber langsam abkühlt.

Denn wie Milliardär James Glickenhaus gegenüber sportscar365.com verdeutlichte, ist die Tür für den Uffenheimer in dessen amerikanischen Rennstall zwar weiter theoretisch offen – es sehe aber nicht gut aus. Die Scuderia Cameron Glickenhaus fährt mit selbst entwickelten Prototypen in der Hypercar-Klasse der Langestrecken-WM (WEC) und hatte Götz ein Cockpit in einem der beiden Wagen bei den 24 Stunden von Le Mans angeboten.

Es wäre der erste Einsatz in einem Prototypen für den Uffenheimer, der gegenüber der FLZ von einem „Traum“ sprach, damit beim Klassiker in Le Mans fahren zu dürfen.

Laut Glickenhaus hänge alles von Götz’ persönlichem Sponsor BWT ab. Wenn dieser sich mit dem Rennstall einigt, dürfe Götz fahren. Aber: „Es ist unwahrscheinlich, dass es Maxi sein wird. Solange Maxi keinen Sponsoren mitbringt, ist er nicht dabei. Sie (die Abmachung) basierte darauf, dass er Sponsoring mitbringt“, so Glickenhaus.

Finanzen sind der springende Punkt

Darauf angesprochen, zeigte sich Götz leicht überrascht. Mit BWT habe das wenig zu tun, meinte er. Er sei Werksfahrer für AMG. „Ich bringe kein Geld mit.“ Dass es finanzielle Hürden gibt, das habe Glickenhaus ihm gegenüber aber natürlich deutlich gemacht. „Ich bin dran und ich kämpfe.“ Er klingt etwas frustriert, als er das sagt.

Fakt ist: Einigung gibt es keine. Dass der Motorsport-Mogul Götz trotzdem eine Chance gibt, zeigt die Tatsache, dass der dritte Cockpit-Platz im einzigen Glickenhaus-Prototypen für das nächste WEC-6-Stunden-Rennen in Spa in der offiziellen Meldeliste als einziger noch immer frei ist. Das findet aber bereits am 29. April statt und wäre ein Pflicht-Test für Götz, ohne den für ihn ein Start in Le Mans wohl nicht denkbar wäre. Die Zeit rennt ihm davon.

Langweilig wird es ihm aber auch ohne Le Mans nicht. Wie Mercedes-AMG verkündete, ist Götz auch für die Asien-Variante der GT World Challenge vorgesehen und soll dort alle sechs Rennen bestreiten, das erste am 14. Mai in Thailand. „Das ist dort wie die DTM, ein hohes Level, eine Herausforderung“, so Götz.

Zudem soll er bei einzelnen Rennen der IMSA Sportscar Championship in Amerika fahren. Details stünden noch nicht fest. Fest eingeplant ist der Uffenheimer auch für die 24 Stunden am Nürburgring Mitte Mai. „Das sind über 20 Rennwochenenden in diesem Jahr – sehr viel. Man darf ja nicht irgendwann Ende des Jahres ausgebrannt sein“, so Götz.

Der Fokus nun liege aber auf dem Rennen mit Akkodis in Monza. Götz: „Es ist eine brutale Konkurrenz und wird nicht einfach. Wir wollen so gut es geht Punkte holen.“

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