Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern drei Punkte vor SPD | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 11.09.2026 07:31

Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern drei Punkte vor SPD

Es sind noch neun Tage bis zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. (Archivbild) (Foto: Jens Büttner/dpa)
Es sind noch neun Tage bis zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. (Archivbild) (Foto: Jens Büttner/dpa)
Es sind noch neun Tage bis zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. (Archivbild) (Foto: Jens Büttner/dpa)

Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern in gut einer Woche sieht eine ZDF-Umfrage die AfD bei 37 Prozent, drei Punkte vor der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Die CDU steht demnach bei sieben Prozent - das wäre ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl seit Gründung der Bundesrepublik. Der Partei von Bundeskanzler Friedrich Merz droht damit eine weitere heftige Schlappe nach ihrem Debakel bei der jüngsten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

Der Vorsprung der AfD vor den Sozialdemokraten fällt in der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF deutlich kleiner aus als noch vor wenigen Monaten in Umfragen anderer Institute. Dies bestätigt das Bild, das auch andere Meinungsforscher in den vergangenen Wochen ermittelten. Allerdings konnte die AfD in einer am Donnerstagabend veröffentlichten ARD-Umfrage ihren Vorsprung zuletzt etwas ausbauen. 

Nach den ZDF-Zahlen steht die Linke aktuell auf Platz drei mit 10 Prozent. Die Grünen kommen auf fünf Prozent, das BSW liegt bei vier Prozent. Für den Einzug in den Landtag gilt auch in Mecklenburg-Vorpommern eine Fünf-Prozent-Hürde.

Schwesig setzt auf Mobilisierung gegen AfD

Schwesig setzt im Wahlkampf auf eine Mobilisierung gegen die AfD und präsentiert sich als „Die Frau gegen Blau“. Im direkten Vergleich mit dem AfD-Spitzenkandidaten Leif-Erik Holm schneidet sie bei der Frage, wen die Menschen lieber als Ministerpräsidenten oder Ministerpräsidentin hätten, deutlich besser ab. 61 Prozent nannten die Amtsinhaberin, 28 Prozent den Herausforderer. 

Die Forschungsgruppe Wahlen hatte im Auftrag des ZDF von Montag bis Donnerstag 1.053 Wahlberechtigte befragt. Sie gibt die Fehlertoleranz bei einem Anteilswert von 40 Prozent mit plus/minus drei Prozentpunkten an, bei einem Anteilswert von zehn Prozent sind es plus/minus zwei Punkte. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ.

Auch Insa und Infratest sehen CDU bei 7 Prozent

Vor dem Hintergrund der Polarisierung im Wahlkampf war die CDU zuletzt weiter abgerutscht. In der jüngsten Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der ARD fallen die Christdemokraten von 8 auf 7 Prozent im Vergleich zu einer Anfang September veröffentlichten Erhebung des Instituts, während die SPD einen Punkt auf 33 Prozent hinzugewinnt. Der Wert der AfD steigt in der - von Montag bis Mittwoch durchgeführten - Befragung noch stärker von 35 auf 38 Prozent. 

Eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für den „Nordkurier“ sieht die CDU ebenfalls bei 7 Prozent. Diese Befragung fand vom 1. bis 8. September statt, also teilweise noch vor der Wahl in Sachsen-Anhalt.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungen die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

© dpa-infocom, dpa:260911-930-668266/1


Von dpa
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