Als ein Unternehmen mit langfristiger Orientierung und mit der Prämisse es auch in der fünften Generation erfolgreich weiterzuführen, charakterisierte Geschäftsführer und CEO Simon Schulte-Rentrop die Firma Vereinigte Papierwarenfabriken (VP) Feuchtwangen. Sie feierte jetzt ihr 50-jähriges Standortjubiläum.
Gekommen waren die Mitarbeitenden mit Familien und Freunden. Organisiert als Sommerfest konnten die Besucher ein interessantes Programm erleben. Das im Jahr 1896 gegründete Familienunternehmen beschäftigt rund 800 Mitarbeiter und produziert an fünf Standorten in Europa.
Die Zentrale mit Verwaltung und Produktion befindet sich seit 1974 in Feuchtwangen. Der Firmensitz sei für die VP das „Herz der Gruppe“, so der Vorstand bei seiner Rede. „Jeder hat auf seine eigene Art und Weise seinen Anteil an der Erfolgsgeschichte und jedem Einzelnen gebührt außerordentlicher Dank.“
Hochqualifizierte Mitarbeiter sorgen mit Hilfe von modernen und umweltzertifizierten Anlagen für die Herstellung von Tragetaschen unterschiedlichster Formate, über Luftpolsterfolie bis hin zur Produktion von medizinischen Verpackungen. Die Bedeutung des Standortes nahm immer weiter zu. Im Jahre 2020 wurde mit einer hohen Investition in die Reinraumklasse ISO 7 ein weiterer Meilenstein gelegt. Neue Kundensegmente mit höchsten Ansprüchen an Qualität und Reinheit aus dem medizinischen Bereich konnten damit erobert werden. In Krankenhäusern und in der Medizinprodukteindustrie kommen die Taschen zum Einsatz.
Am Tag der 50-Jahr-Feier hatten Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, bei verschiedenen Führungen durch die Produktionshallen einen Einblick in die hochkomplexe Fertigung zu bekommen. Auch die sonst streng abgeschottete und staubfreie Reinraumproduktion konnte besichtigt werden.
Der mittelfränkische Standort der VP biete ideale Voraussetzungen, die bis heute für eine effiziente und zukunftsorientierte Produktion stehen. Dazu zählten eine geografisch optimale Lage, klare Strukturen mit einer unbürokratischen Verwaltung und ein attraktiver lokaler Arbeitsmarkt. Mitarbeiter, die über 40 Jahre im Unternehmen bleiben, seien nicht selten. In den fünf Jahrzehnten konnten außerdem mehr als 500 junge Menschen ihre Ausbildung absolvieren.
Für Feuchtwangens Bürgermeister Patrick Ruh ist die VP-Gruppe eine Erfolgsstory für die Stadt und die ganze Umgebung. Heute sei keine falsche Bescheidenheit gefragt, sondern man sei stolz und dankbar, sagte Ruh bei seiner Ansprache. Jungen Menschen biete die Firma eine Bleibeperspektive. Auch gebe es von den Industrieunternehmen „Nachahmer“ im positiven Sinn, die sich in Feuchtwangen ansiedelten.
Als Ausblick und Chance für Unternehmen wie die VP sieht Ruh das „Projekt Güterbahnhof“ das am Autobahnkreuz A6/A7 im Jahre 2030 umgesetzt werden soll. Es werde eine Vernetzung von Schiene und Straße mit hohem CO2-Einsparungspotential bieten.