Der Wahlabend war für die Freien Wähler Heilsbronn und ihren Bürgermeister-Kandidaten eine Enttäuschung. Sebastian Buhl ließ sich deshalb zu einer Aussage hinreißen, die ihm viel Kritik einbringt. Jetzt entschuldigt er sich bei den Bürgerinnen und Bürgern.
Die Freien Wähler sind mit ambitionierten Zielen bei der Kommunalwahl angetreten. Sie wollten die stärkste Fraktion im Heilsbronner Stadtrat werden und mit Sebastian Buhl den Bürgermeister stellen. Beide Ziele wurden verfehlt. „Zwei Polit-Rookies in der Stichwahl. Da kommen mir Zweifel an der kommunalpolitischen Kompetenz in der Bevölkerung”, hatte Buhl gegenüber der FLZ gesagt.
Im Moment der größten Enttäuschung habe er eine Aussage getroffen, die so von ihm nicht gemeint war, erklärt Buhl nun in einer Stellungnahme. „Nach mehreren Wochen mit viel Einsatz, zahlreichen Gesprächen und durchwegs positiven Rückmeldungen konnte ich mir dieses Ergebnis zunächst schlicht nicht erklären.”
Die Aussage sei nicht korrekt gewesen. „Das entspricht nicht meiner Haltung. Mir ist es wichtig zu betonen, dass wir in einer Demokratie leben, die ich sehr schätze und respektiere.” Und weiter: „Für meine missverständliche Aussage möchte ich mich daher ausdrücklich bei den Bürgerinnen und Bürgern entschuldigen.”
Nach eigenen Worten wollte Buhl ausdrücken, dass sein langjähriges Engagement als Stadtrat sowie sein Einsatz in vielen weiteren Bereichen für Heilsbronn aus seiner Sicht nicht ausreichend wahrgenommen wurden. „Mit ein paar Tagen Abstand wurde mir jedoch auch klar, dass es viele Bürgerinnen und Bürger gibt, die mir gerade aus diesem Einsatz heraus ihre Stimme gegeben haben. Dafür bin ich sehr dankbar.”
Buhl „ist ein respektvoller und sachlicher Umgang mit der Bevölkerung sehr wichtig. Daher möchte ich klarstellen, dass ich allen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt weiterhin mit großer Wertschätzung begegne und auch künftig den Dialog suchen werde.” Sebastian Gaukler (CSU) und Eva Didion (SPD) wünscht Buhl für die Zeit bis zur Stichwahl einen fairen Wahlkampf und viel Erfolg.