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Veröffentlicht am 22.04.2026 09:27

Vlies und Co.: Einfache Mittel helfen Pflanzen bei Kälte

Wird es im Frühjahr nachts noch mal frostig, kann ein Vlies empfindliche Pflanzen vor Schäden schützen. (Foto: Caroline Seidel-Dißmannel/dpa-tmn)
Wird es im Frühjahr nachts noch mal frostig, kann ein Vlies empfindliche Pflanzen vor Schäden schützen. (Foto: Caroline Seidel-Dißmannel/dpa-tmn)
Wird es im Frühjahr nachts noch mal frostig, kann ein Vlies empfindliche Pflanzen vor Schäden schützen. (Foto: Caroline Seidel-Dißmannel/dpa-tmn)

Tagsüber sonnig, nachts zum Teil eiskalt. Wer auf dem Balkon oder im Garten bereits fleißig gepflanzt hat, bangt jetzt vielleicht, ob die Pflanzen bei nächtlichem Frost Schaden nehmen.

Manche Pflanzen vertragen leichte Nachtfröste. Kritisch wird es aber vor allem, wenn Pflanzen nach milden Tagen bereits ausgetrieben haben oder in Blüte stehen. Gefährdet sind dann unter anderem früh blühende Ziergehölze (etwa Forsythien oder Magnolien) und viele Obstgehölze – besonders in der Blüte. 

Auch wärmeliebende Gemüsepflanzen wie Tomaten, Gurken, Bohnen und Zucchini sowie einige Kräuter - etwa Basilikum - reagieren auf Frost empfindlich.

Topfpflanzen reinholen oder an die Hauswand stellen

Vorbeugen lässt sich, indem man Topf- und Kübelpflanzen vor kalten Nächten in frostfreie Räume (zum Beispiel in die Garage oder Keller) bringt. Alternativ stellt man sie an einen geschützten Platz. Etwa dicht an die Hauswand, möglichst wind- und regengeschützt.

Kälteempfindliche Kräuter wie Basilikum lässt man einer Empfehlung der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) nach ohnehin am besten noch bis Mitte Mai auf der hellen Fensterbank. 

Wie Gartenvlies Pflanzen vor Kälte schützt 

Für kalte Nächte ist außerdem Gartenvlies hilfreich: Das leichte, wasser- und luftdurchlässige Material kann über Kübelpflanzen gelegt oder über Beete gespannt werden. Kleinere Gehölze lassen sich damit auch umhüllen. 

Bei Frost kann sich unter dem Schutzgewebe durch aufsteigende Bodenfeuchtigkeit eine dünne Eisschicht bilden. Sie mindert die Abstrahlung von Bodenwärme, wie die LWG erklärt. Ein leichtes Gartenvlies kann junge Triebe so bei Außentemperaturen bis etwa −5 Grad Celsius schützen – auch, weil es tagsüber Sonnenenergie speichert.

Die Abdeckung sollte man morgens wieder entfernen, sobald die Temperaturen über den Gefrierpunkt steigen, so der Industrieverband Agrar (IVA). Stehen mehrere Frostnächte in Folge an, kann ein Schutzvlies oder entsprechende Alternativen wie Schilfmatten aber je nach Material und Gegebenheiten auch zwei bis drei Tage auf den Pflanzen liegen.

Eine weitere Option für Beete ist das Mulchen, also das Bedecken der Erde mit organischem Material. Hier bietet sich unter anderem auch Rasenschnitt, wenn der Rasen bereits das erste Mal gemäht wurde.

© dpa-infocom, dpa:260422-930-977180/1


Von dpa
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