Wahlen vertagt: Muss der Uffenheimer Schützengau aufgelöst werden? | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 11.03.2025 13:30

Wahlen vertagt: Muss der Uffenheimer Schützengau aufgelöst werden?

Bernhard Schurz leitet seit dreizehn Jahren die Geschicke des Schützengaues Uffenheim. Jetzt allerdings ist für ihn definitiv Schluss und ein Nachfolger ist nicht in Sicht. (Foto: Helmut Meixner)
Bernhard Schurz leitet seit dreizehn Jahren die Geschicke des Schützengaues Uffenheim. Jetzt allerdings ist für ihn definitiv Schluss und ein Nachfolger ist nicht in Sicht. (Foto: Helmut Meixner)
Bernhard Schurz leitet seit dreizehn Jahren die Geschicke des Schützengaues Uffenheim. Jetzt allerdings ist für ihn definitiv Schluss und ein Nachfolger ist nicht in Sicht. (Foto: Helmut Meixner)

Steht der Schützengau Uffenheim vor seiner Auflösung? Diese Frage muss man sich nach der Jahreshauptversammlung, die am Freitagabend in den Räumen der Lebenshilfe in Lenkersheim abgehalten wurde, ernsthaft stellen.

Fakt ist: Sowohl der noch amtierende Gauschützenmeister Bernhard Schurz (Wallmersbach) als auch sein Stellvertreter, Dieter Strauß (Markt Bibart), stellten sich – und das war seit langem bekannt – nicht mehr zu Wiederwahl.

In der Folge allerdings konnten auch die turnusmäßig auf der Tagesordnung angesiedelten Wahlen des übrigen Führungsgremiums nicht abgehalten werden, denn weder für die Position von Bernhard Schurz noch für Dieter Strauß hatten sich bis zur Versammlung Kandidaten gefunden.

Neuwahlen vertagt

Eine missliche Lage, die in der Folge den anwesenden Präsidenten des Mittelfränkischen Sportschützenbundes, Markus Harrer, dazu veranlasste, die Neuwahlen zu vertagen und für den 15. April, eine außerordentliche Mitgliederversammlung – einzig versehen mit dem Tagesordnungspunkt „Neuwahlen“ – einzuberufen.

Der Präsident versäumte es in diesem Zusammenhang nicht, auf mögliche Konsequenzen hinzuweisen, die es nach sich ziehen würde, wenn man das Amt des Gauschützenmeisters auch in zwei Monaten nicht besetzen könne. Eine dann zu fällende Entscheidung läge letztendlich in den Händen des Landesschützenmeisteramtes und dieses könnte den Schützengau Uffenheim kurzerhand auflösen und in Teilen oder auch als Ganzes, anderen benachbarten Gauen zuordnen.

Letzteres würde sich nicht nur auf die vorhandenen Strukturen, sondern auch das sportliche Geschehen auswirken: Gaumeisterschaften oder Rundenwettkämpfe könnten nicht mehr in der gewohnten Form ausgetragen werden, zudem würden Ehrungsabende, wie jener des Gaues Uffenheim in Gollhofen, der Vergangenheit angehören.

Nach Corona stiegen die Mitgliederzahlen

Abseits dieser aktuellen Probleme, ließ der scheidende Gauschützenmeister nicht nur das erfolgreiche Sportjahr 2024 Revue passieren, sondern blickte zudem auf seine dreizehn Jahre währende Amtszeit als Chef des Schützengaues Uffenheim zurück. Demnach seien aktuell im Schützengau Uffenheim 2406 Mitglieder gemeldet. Der durch die Corona-Pandemie hervorgerufene kurzzeitige Einbruch, sei schon längst wieder ausgeglichen worden. Dieser Mitgliederzuwachs sei die allem voran einer hervorragenden Jugendarbeit der Gauvereine geschuldet, zudem aber auch dem immer beliebter werdenden Auflageschießen.

Zu den Highlights in der „Ära Schurz“ zählte ohne Zweifel die Ausrichtung des Mittelfränkischen Schützentages in Bad Windsheim. Im Terminkalender fest etabliert haben sich Veranstaltungen wie das Auflageschießen, die Fahrt zum Oktoberfest oder der Gauehrenabend.

Im April ist Schluss

Dies seien, so Schurz im Rahmen seiner Ausführungen, bewährte Veranstaltungen, die man beibehalten könne, die nicht neu entwickelt werden müssten und deren Organisation einen Nachfolger mit Sicherheit nicht vor unlösbare Aufgaben stellen sollte. Seine Werbung verhallte ungehört – ein Nachfolger für Schurz fand sich auch nach diesen Worten nicht.

Mit Blick auf das anstehende 73. Gauschießen in Uffenheim, das am Freitag um 18.30 Uhr an den Ständen der Königlich privilegierten Schützengesellschaft Uffenheim eröffnet wird, erklärte sich Schurz bereit, die Geschäfte bis dato weiterzuführen. Allerdings ließ er auch keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass für ihn – selbst wenn sich bis April kein Nachfolger finden sollte – „definitiv“ Schluss ist.


Von Helmut Meixner
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