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Veröffentlicht am 16.07.2026 11:18

Wenn's ums Wasser geht: 3 große Spar-Potenziale

Poolwasser: Wenn es einmal drin ist, sollte es das möglichst lange bleiben. Abdeckungen helfen gegen Verschmutzung und Verdunstung. (Foto: Patrick Pleul/dpa)
Poolwasser: Wenn es einmal drin ist, sollte es das möglichst lange bleiben. Abdeckungen helfen gegen Verschmutzung und Verdunstung. (Foto: Patrick Pleul/dpa)
Poolwasser: Wenn es einmal drin ist, sollte es das möglichst lange bleiben. Abdeckungen helfen gegen Verschmutzung und Verdunstung. (Foto: Patrick Pleul/dpa)

Hitze, Trockenheit, Wasserknappheit: Rund 80 Kommunen müssen nach Angaben des Deutschen Städtetags inzwischen in jedem Hitzesommer sogenannte Allgemeinverfügungen erlassen, und beschränken so auch die Nutzung von Trink- oder Grundwasser.

Jüngstes Beispiel: München. Pools befüllen, Rasen sprengen, Terrasse abspritzen - alles verboten, womöglich bis zum 1. August. Bußgelder: bis zu 50.000 Euro. Der Grund: Der Verbrauch stieg auf mehr als 360 Millionen Liter pro Tag, normal sind für die bayerische Landeshauptstadt 300 Millionen.

Wo geht eigentlich das meiste Wasser hin? 

Der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch in Deutschland liegt bei 123 Litern pro Person und Tag, zeigen Daten des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für 2025. Das verteilt sich so (obendrauf kommt noch ein Kleingewerbeanteil von 9 Prozent):

Über die Hälfte des Wassers fließt also im Badezimmer - unter anderem durch Dusche und Toilette.

Aber: Dort liegt nicht unbedingt das größte Sparpotenzial, zumindest nicht für Gartenbesitzer mit einem praktischen Helfer. 

Wo besonders viel Wasser eingespart werden kann

Rasensprenger 

Ein handelsüblicher Rasensprenger verbraucht 600 bis 800 Liter pro Stunde, so die Umweltschutzorganisation VSR-Gewässerschutz. Für einen 200-m²-Rasen kommen je nach Bodenart und Sprengertyp schnell 2.000 bis 4.000 Liter pro Bewässerung zusammen – das entspricht also dem Trinkwasserverbrauch einer Person für mehrere Wochen.

Dusche 

Eine Standarddusche verbraucht 10 bis 15 Liter pro Minute. Wer 2 Minuten kürzer pro Tag duscht, spart dadurch rund 20 bis 30 Liter Wasser pro Tag. In einem 4-Personen-Haushalt kann das, rund 80 bis 120 Liter pro Tag bedeuten, wenn alle mitmachen.

Ein Sparduschkopf ist zwar eine Anschaffung (etwa 20 bis 60 Euro), verbraucht aber deutlich weniger Wasser. Gute Modelle schaffen bis zu 50 Prozent Ersparnis - ohne das angenehme Dusch-Gefühl zu beeinträchtigen, verspricht die Verbraucherzentrale NRW. 

WC-Spülung 

Hier kommt es unter anderem darauf an, was für ein System man hat. Ältere Spülkästen verbrauchen bis zu 9 Liter pro Spülung, so das Bundesumweltministerium, moderne Spülkästen mit Spartaste 3-6 Liter pro Spülung.

Bei durchschnittlich 6 Toilettengängen pro Person und Tag kommt man also bei einem alten Spülkasten auf bis zu 54 Liter pro Tag, mit einem modernen Spülkasten mit Spartaste dagegen nur auf 18 bis 36 Liter pro Tag.

Die Wasser-Ersparnis: 30 bis 50 Prozent, so die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Noch mehr Wasserspar-Tipps

Küche und Haushalt: Das Umweltbundesamt rät: Geschirrspüler und Waschmaschine nur voll beladen laufen lassen, um unnötigen Verbrauch zu vermeiden. Eco-Programme sparen nicht nur Wasser, sondern auch Energie.

Zurück im Garten gilt: Nur in den Morgen- oder Abendstunden gießen, so können Pflanzen das Wasser besser aufnehmen und es verdunstet weniger. Und lieber seltener gießen und gut durchfeuchten als täglich ein bisschen. 

Und wenn es wieder regnet, kann man auch das ausnutzen. Im Garten, indem man etwa Wasser in einer Regentonne sammelt und damit gießt. Und auch im Haus kann man Regenwasser nutzen und mit der Installation einer Regenwasser-Sammelanlage oder Zisterne den Trinkwasserverbrauch erheblich reduzieren.

© dpa-infocom, dpa:260716-930-393485/1


Von dpa
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