Aufgepasst: Eine neue WhatsApp-Betrugsmasche macht die Runde. Dabei übernehmen Angreifer Konten und bitten anschließend deren Kontakte um Geld, warnt die Polizeidirektion Zwickau.
Seit Mitte August seien allein im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion zwölf Betrugsdelikte bekanntgeworden, die nach diesem Schema abgelaufen sind. Die Täter erbeuteten dabei jeweils zwischen 500 und 615 Euro.
Und so läuft der Betrug im Detail ab: Man erhält eine Nachricht, in der darum gebeten wird, an einer Abstimmung oder Umfrage für Sportler teilzunehmen oder jemanden bei einer Abstimmung zu unterstützen.
Um teilzunehmen, soll ein Link aufgerufen und ein QR-Code gescannt werden. Auf diesem Weg verknüpfen die Täter aber eines ihrer Geräte mit dem Account des Opfers.
So eine Verknüpfungsmöglichkeit per QR-Code ist regulär von WhatsApp vorgesehen. Man sollte sie aber natürlich nur nutzen, wenn man sie selbst angestoßen hat.
Haben die Täter dann über das verknüpfte Gerät Zugriff auf das Konto des Opfers, können sie in seinem Namen dessen Kontakte anschreiben. Unter verschiedensten Vorwänden bitten sie anschließend um Geld. Für die Empfänger erscheinen die Nachrichten natürlich besonders glaubwürdig.
Deshalb rät die Polizei dringend, immer über einen anderen Kommunikationskanal Rücksprache zu halten, wenn unerwartete Geldforderungen kommen - selbst bei Familie, Freunden oder Bekannten.
Wurde das eigene WhatsApp-Konto übernommen, sollte man alle Kontakte schnellstmöglich über einen anderen Kommunikationsweg warnen, damit die Betrüger mit ihrer Masche erst gar keine Chance haben.
Alle, die Opfer einer Kontenübernahme oder eines Zahlungsbetrugs geworden sind, sollten Folgendes tun: Die Nachrichten und Telefonnummern der Betrüger beziehungsweise die Zahlungsdaten und Belege sichern. Dann die Polizei informieren.
Präventiv rät die Polizei zu folgenden vier Vorsichtsmaßnahmen:
- Keine unbekannten QR-Codes scannen und keinen Links folgen, ohne deren Herkunft und Zweck überprüft zu haben.- Keine Verknüpfung eines unbekannten Geräts mit dem eigenen WhatsApp-Konto bestätigen.- Niemals Verifizierungs- oder Sicherheitscodes weitergeben.- Im Einstellungsmenü von WhatsApp regelmäßig die mit dem eigenen Konto verknüpften Geräte prüfen und unbekannte Verknüpfungen entfernen.
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