Eine Industriebrache einer neuen Nutzung zuführen: Genau diese Idee verwirklicht die Schmidt-Wohnbau GmbH. In der Fürther Straße in Heilsbronn entsteht ein neuer Wohnkomplex. Bis zu 31 Wohneinheiten stehen hier einmal zur Verfügung. Bis Oktober 2027 soll das Projekt abgeschlossen sein.
Das rund 3500 Quadratmeter große Grundstück dürfte vor allem älteren Heilsbronnerinnen und Heilsbronnern als Standort der HBM Maschinenbau GmbH bekannt sein. Die Firma war für die Konstruktion, Herstellung und den Handel von Maschinen aller Art bekannt. Doch diese Zeiten gehören längst der Vergangenheit an, die Fläche war lange eine ungenutzte Industriebrache.
Von den Fabrikhallen ist mittlerweile nichts mehr zu sehen. Sie wurden im vergangenen Jahr abgerissen, denn das Grundstück gehört seit einigen Jahren der Schmidt-Wohnbau GmbH. Die Heilsbronner Firma setzt hier ein Wohnbauprojekt um, das den Titel Domizil trägt. Entstehen soll hier ein zwei- bis viergeschossiger Komplex, der aus mehreren Gebäuden besteht.
Gebaut wird in Massivbauweise mit moderner Optik. Geheizt wird mit Wärmepumpen. Hinzu kommen eine Dachbegrünung und Dachterrassen für die gemeinschaftliche Nutzung. Die Barrierefreiheit des Komplexes wird über zwei Aufzüge sichergestellt. Die Autos finden unter anderem in einer Tiefgarage ihren Platz.
Entstehen werden Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen mit normaler Größe, jeweils mit Balkon oder Gartenanteil. Im Erdgeschoss gibt es begrenzt Einheiten für Büro, Praxis oder Kanzlei, wie Firmenchef Karl Schmidt berichtet. Eine Arztpraxis ist schon vorhanden.
Wer derzeit durch den Bauzaun spitzt, kann zumindest erahnen, welche Form der Komplex einmal haben wird. Denn die Wände im Kellergeschoss sind nach den Worten von Schmidt im Wesentlichen fertig. Kommt nichts mehr dazwischen, sollen die Kellerdecken im April eingebaut werden. In der Folge wird Stockwerk für Stockwerk nach oben gebaut, sodass der Rohbau noch in diesem Jahr fertig wird. Die Fertigstellung des Domizil-Projektes sei für Oktober 2027 vorgesehen, sagt Schmidt.
Grundsätzlich ist der Firmenchef mit dem Baufortschritt des Projektes, das mit den Abrissarbeiten im Sommer vergangenen Jahres begann, sehr zufrieden, wie er betont. Daran ändern auch die Schneefälle der vergangenen Monate nichts, „die uns ein wenig zurückgeworfen haben”. Aber damit müsse man leben, gibt sich Schmidt pragmatisch. „Ich habe eine tolle Mannschaft auf der Baustelle.”
Schmidt hat bisher keinen Grund für Beschwerden. „Für die Größe des Objektes läuft es überraschend gut.” Böse Überraschungen, mit denen man im Vorfeld vielleicht rechnen muss, wenn es um eine Industriebrache geht, blieben aus. Es habe gewisse Befürchtungen gegeben, dass vielleicht etwas im Boden gefunden wird, was da nicht hingehört, gibt Schmidt zu. Aber entsprechende Proben und Gutachten haben diese Befürchtungen schnell beseitigt.
Für Schmidt ist das Areal in der Fürther Straße optimal geeignet für ein Wohnbau-Projekt. Einkaufsmärkte und der Bahnhof seien fußläufig erreichbar, hebt er hervor. Die Rückmeldungen, die er aus der Bevölkerung zu seinem Vorhaben bekommt, sind auf jeden Fall positiv. Der Tenor: „Endlich passiert da was.”