Früher wurde Kindern oft gesagt, sie dürften zu Kirschen auf keinen Fall Wasser trinken, sonst bekommt man Bauchweh. Dieser Mythos hält sich hartnäckig, hält aber heutigem Wissensstand nicht stand.
Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hat eine plausible Erklärung, was hinter dieser alten Warnung steckt: Sie geht vermutlich auf Zeiten mit schlechterer Trinkwasserqualität zurück, wodurch eher enthaltene Keime die Beschwerden verursacht haben dürften, als die Kirschen selbst. Diese Sorge sei heutzutage aber unbegründet.
Bei empfindlichen Menschen können größere Mengen Kirschen aber durchaus Blähungen verursachen, so die Ernährungsexperten. Denn auf der Schale könnten von Natur aus Hefen vorkommen, die den Fruchtzucker vergären und dabei Kohlendioxid bilden. Deshalb ist es ratsam, Kirschen vor dem Verzehr stets gründlich zu waschen.
Frische Früchte sind an ihren Stielen zu erkennen: Diese sollten grün und glatt sein und noch an der Kirsche sitzen, rät das BZfE. Die Früchte sollten zudem prall, glänzend und sortentypisch gefärbt sein. Fehlt der Stiel oder haben die Früchte Risse und Druckstellen, könnten Mikroorganismen leichter eindringen und den Verderb beschleunigen.
Wer selbst per Hand erntet, sollte warten bis die Kirschen wirklich reif, da sie nicht nachreifen. Aber egal, ob gekauft oder geerntet: Zu Hause sollten die Früchte möglichst rasch gegessen oder verarbeitet werden. Wer nicht dazu kommt, kann sie im Gemüsefach des Kühlschranks auf Küchenpapier in einer Dose gelagert zwei bis drei Tage lang frisch aufbewahren.
Gewaschen werden die Früchte erst kurz vor dem Verzehr unter fließendem Wasser. Erst dann kommt der Stiel ab oder man serviert die Kirschen als Naschobst mit Stiel. Die Ernährungsexperten verraten auch den Grund: Wird der Stiel vorher entfernt, geht durch die offene Stelle an der Frucht beim Waschen Saft und Aroma verloren.
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