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Veröffentlicht am 29.07.2026 09:30

Achtung Gefahr: An diesen 3 Orten badet man lieber nicht

Trüb und mit Algenteppich? Das spricht dafür, dass der Badesee mit Blaualgen belastet ist.  (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Trüb und mit Algenteppich? Das spricht dafür, dass der Badesee mit Blaualgen belastet ist. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Trüb und mit Algenteppich? Das spricht dafür, dass der Badesee mit Blaualgen belastet ist. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Der Schweiß läuft, der Körper ächzt unter der Wärme - nun ist Abkühlung willkommen. Aber wo? Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht, rät allen Badewilligen: „Nur dort baden, wo es eine Wasseraufsicht gibt, wo man also weiß, dass man im Notfall Hilfe bekommt. Das kann natürlich das Freibad sein, aber auch der Badesee.“

An einigen Orten bzw. in einigen Fällen kann Baden sogar große Risiken bergen. Ein Überblick: 

1. In Flüssen: Achtung, Strömung und Schiffsverkehr! 

Das Schwimmen in Flüssen ist zwar grundsätzlich erlaubt - zumindest, solange man großzügigen Abstand zu Brücken, Schleusen, Wehren und Häfen wahrt und kein Badeverbot gilt. Experten raten dennoch davon ab, sich in fließenden Gewässern abzukühlen. 

Denn: Flüsse wie Elbe, Rhein oder Donau fließen nun einmal - und das kann Schwimmerinnen und Schwimmern zum Verhängnis werden. „Das sieht von außen gar nicht so aus, aber das Wasser bewegt sich mit einer so starken Kraft, dass man als Badender zur Flussmitte gezogen werden kann“, sagt Andreas Paatz. Sich dann gegen die Strömung zurück ans rettende Ufer zu arbeiten, ist anstrengend - im schlechtesten Fall gehen einem die Kräfte aus. 

Was also tun, wenn die Strömung den Weg ans Ufer verwehrt? Andreas Paatz rät: „Auf den Rücken legen, den Blick in Richtung Land und dann versuchen, sich mit der Strömung mittragen zu lassen.“ Weil die zum Teil diagonal aufs Ufer zuläuft, lässt sich womöglich eine Gelegenheit finden, wieder an Land zu kommen. Ansonsten wichtig: Rufend auf sich aufmerksam machen, damit andere von der Notlage mitbekommen und Hilfe holen. 

Dazu kommt: Viele Flüsse sind von Schiffen befahren - sie erzeugen nicht nur Wellen, sondern auch einen Sog. Schlimmstenfalls können Schwimmerinnen und Schwimmer unter den Schiffsrumpf gezogen werden, zum Teil unbemerkt von denjenigen, die Schiff lenken. „Man kann sich vorstellen, wie verschwindend klein ein Schwimmender vom Führerhaus eines großen Schiffes aus ist. Außerdem ist die Reaktion eines Schiffes träge“, warnt Andreas Paatz. Also gilt: Wo Schiffe unterwegs sind, schwimmt man am besten gar nicht. 

2. Im Meer, wenn eine rote (oder eine schwarz-weiße) Flagge weht 

Ob an Nord- oder Ostsee oder auch im Urlaub an Atlantik oder Mittelmeer: Strandbesucherinnen und -besucher sollten nachschauen, was für eine Flagge dort an diesem Tag weht. Zeigt sie rot, sollte man - auch als erfahrener Schwimmer - nicht baden. Die Flagge zeigt an, dass zum Beispiel Strömung, hoher Wellengang oder Wasserverschmutzung Badenden gefährlich werden können. 

Und was bedeuten Flaggen anderer Farben? Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gibt einen Überblick: 

  • Rot-gelbe Flagge: Baden ist möglich, Rettungsschwimmer sind im Einsatz. 
  • Gelbe Flagge: Baden ist erlaubt, passiert aber auf eigenes Risiko. Daher sollten nur erfahrene Schwimmerinnen und Schwimmer ins Wasser gehen. 
  • Schwarz-weiß geviertelte Flagge: Hier ist Baden verboten, denn es handelt sich um einen Wassersportbereich, der etwa für Segler, Surfer und Jetskis gedacht ist. 
  • Orangefarbener Windsack: Weht er am Mast, sollten Luftmatratze oder Schwimmring in der Strandtasche bleiben. Der Windsack gibt Hinweis auf ablandigen Wind, der einen auf diesen Schwimmgeräten auf das offene Meer treiben kann. 

3. Im Badesee, wenn darin Algenteppiche schwimmen

Sieht der Badesee bläulich oder blaugrün aus, vergeht einem die Lust aufs Baden direkt wieder. So eine Färbung - die auch in Kombination mit Schlierenbildung oder Algenteppichen auftreten kann - gibt Hinweis darauf, dass sich Cyanobakterien im Wasser stark vermehrt haben. In der Alltagssprache nennt man sie Blaualgen. 

Cyanobakterien produzieren Gifte, wie der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) erklärt. Wer in belasteten Seen badet, kann Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Atemnot oder Hautreizungen bekommen. 

Zu einer starken Vermehrung von Cyanobakterien führen neben hohen Temperaturen auch Düngerreste aus der Landwirtschaft, die den Weg in das Gewässer gefunden haben. 

© dpa-infocom, dpa:260729-930-453574/1


Von dpa
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