Der 24. Oktober ist ein Donnerstag. Im gedanklichen Kalender der Verantwortlichen ist er dick angestrichen. Dann soll sich die Ladentür des Nahversorgers Tante Anna in Ansbach das erste Mal öffnen – in dem Haus in der Neustadt 30 als Interimslösung. Derzeit sind die Beteiligten damit beschäftigt, dies vorzubereiten.
„Was die Einrichtung betrifft, konnten wir einiges kostengünstig erwerben“, etwa Regale, Präsentationsmöbel oder eine Theke, erklärt Elke Homm-Vogel. Die Bürgermeisterin zählt mit Oliver Bönsch, dem ehrenamtlichen Geschäftsführer, Friederike Kraft und Jürgen Wolf zu den vier Gesellschaftern, die das Kernteam bilden.
Alles was die Beteiligten investieren und anschaffen, wollen sie später am endgültigen Standort in der Neustadt 37 eins zu eins übernehmen. „Es wird keine Einbauten oder irgendetwas geben, das nur auf diese Fläche zugeschnitten sein wird“, sagt Elke Homm-Vogel.
Bürokratisches gilt es ebenso zu bewältigen: Die Nutzungsänderung beantragt das Team zeitnah, wie die Gesellschafterin betont. Bisher schon habe man in dem Anwesen Einzelhandel betrieben, aber künftig gehe es ja darum, Nahrungsmittel an die Frau und den Mann zu bringen und ein Tagescafé zu betreiben, also Getränke und Imbiss anzubieten. Auch setzen können sollen sich die Kunden – innen und außen.
„Wir arbeiten mit Hochdruck“, legt Elke Homm-Vogel mit Blick auf das Kernteam dar. Sie spricht von zielführenden Gesprächen mit Lieferanten. Hier gehe es zum einen um die Dinge des täglichen Bedarfs im künftigen Sortiment.
Dabei seien drei Anbieter in der Auswahl. Für einen von ihnen wolle man sich noch im August entscheiden. „Es muss für uns preislich darstellbar sein.“ Die Gespräche seien schon weit gediehen.
Zum anderen beträfen die Gespräche Direktvermarkter als weitere Sparte im Laden. Diese sollen sich hier mit ihren Produkten präsentieren können. Wie viele es werden, lässt sich nach den Worten der Gesellschafterin noch nicht genau sagen: ein gutes Dutzend, wenn nicht mehr. „Fakt ist, dass wir in der Region eine sehr große Fülle an Direktvermarktern haben, die unterschiedliche Produkte anbieten.“
Parallel sucht das Team nach Mitarbeitern für Tante Anna. Diesen Punkt abzuschließen, ist für September vorgesehen, wie Elke Homm-Vogel informiert. „Wir haben sehr viele – in Anführungszeichen – Interessierte, die gerne stundenweise bei uns arbeiten möchten.“ Andere könnten es sich auch halbtags vorstellen. Die Suche geht aber noch weiter.
Wie lange soll Tante Anna denn nun im Interimsanwesen bleiben? „Das kann man noch nicht sagen“, führt Elke Homm-Vogel aus. Vorstellbar sei für das Team indes, dass es den Besuchern der Grünen Nacht am Samstag, 28. September, ein Angebot bereitet.
Nach wie vor findet sie es wichtig, dass sich weitere Gesellschafter an der Genossenschaft beteiligen. „Jeder kann sich jederzeit einklinken, auch wenn der Laden schon geöffnet hat.“ Derzeit seien es ungefähr 150 Gesellschafter.
Es kämen aber stets die einen oder anderen hinzu. Ein Anteil kostet nach den Worten der Gesellschafterin 300 Euro. Viele hielten mehr als einen Anteil, aber man fühle sich allen gegenüber verpflichtet. Was es zu entscheiden gilt, beschließe das Kernteam mit dem Beirat, den alle Gesellschafter wählten.
Das Projekt Tante Anna kann über die E-Mail-Adresse an-tante-anna@t-online.de kontaktiert werden.