Auf dem Radsattel über die Alpen: Zwölf Schüler aus Rothenburg und ihr Spezialtrip | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 29.07.2026 09:03

Auf dem Radsattel über die Alpen: Zwölf Schüler aus Rothenburg und ihr Spezialtrip

Da wollten sie hin: Lennart Müller-Scholden, Jonathan Spingler, Jeremias Krebs, Leonardo Scholand, Liam Knipp, Luis Schölzel, Benedikt Mai, Luca Ströhlein, Nick Burger, Aaron Schroth, Jakob Hofmann, Christian Geuder und Joshua Tiller (von links) am Zielpunkt am Gardasee. (Foto: Silke Anlauf-Grössl)
Da wollten sie hin: Lennart Müller-Scholden, Jonathan Spingler, Jeremias Krebs, Leonardo Scholand, Liam Knipp, Luis Schölzel, Benedikt Mai, Luca Ströhlein, Nick Burger, Aaron Schroth, Jakob Hofmann, Christian Geuder und Joshua Tiller (von links) am Zielpunkt am Gardasee. (Foto: Silke Anlauf-Grössl)
Da wollten sie hin: Lennart Müller-Scholden, Jonathan Spingler, Jeremias Krebs, Leonardo Scholand, Liam Knipp, Luis Schölzel, Benedikt Mai, Luca Ströhlein, Nick Burger, Aaron Schroth, Jakob Hofmann, Christian Geuder und Joshua Tiller (von links) am Zielpunkt am Gardasee. (Foto: Silke Anlauf-Grössl)

Fünf Tage, 407 Kilometer und über 4700 Höhenmeter: Schüler des Reichsstadt-Gymnasiums Rothenburg radelten von Füssen bis zum Gardasee.

Zwölf Schüler des Gymnasiums haben sich im Rahmen ihres P-Seminars laut einer Pressemitteilung der Schule ein besonderes Ziel gesetzt: die Überquerung der Alpen mit dem Fahrrad. Sie machten sich unter dem Projektnamen „TransAlp2k26” gemeinsam mit drei begleitenden Lehrkräften und einem Begleitfahrzeug auf den Weg entlang der historischen Route Via Claudia Augusta.

Lange Phase der Vorbereitung

Zehn Monate lang bereiteten sich die Jugendlichen auf die Tour vor. In dieser Zeit organisierten sie nicht nur die Finanzierung über Sponsoren, sondern kümmerten sich auch um Unterkünfte und absolvierten regelmäßige Trainingsausfahrten, die die Gruppe schon vor dem eigentlichen Start zusammenwachsen ließen. Dieser war dann in Füssen. Über Imst, Nauders, Meran und Laag führte die Strecke schließlich bis nach Riva del Garda am Gardasee.

Möglich wurde dieses Abenteuer vor allem durch die großzügige Unterstützung regionaler Unternehmen. Über 20 Sponsoren aus der Region förderten das Projekt der zwölf Schüler. Es kamen 5000 Euro an Geldspenden sowie 9000 Euro an Sachspenden zusammen, schreibt die Schule. Ohne dieses Engagement der Firmen wäre die aufwendige Planung mit Unterkünften, Ausrüstung und Verpflegung kaum zu stemmen gewesen.

Auch Schulleiter Thomas Knäulein, der die Planungen des Seminars tatkräftig unterstützte, die begleitenden Lehrkräfte Silke Anlauf-Grössl, Lennart Müller-Scholden, Christoph Wallewein und Wolfgang Mai sowie Manuela Probst und Angelika Gachstetter, die bei der Verwaltung der Finanzen halfen, trugen entscheidend dazu bei, dass aus der Idee ein reales Projekt wurde.

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Platte Reifen und abgesprungene Ketten

Die ersten beiden Tage schenkte das Wetter den jungen Radfahrern beste Bedingungen. Am dritten Tag zog jedoch eine Regenfront auf und stellte die Regenjacken der Gruppe auf eine harte Probe. Zwei platte Reifen und mehrere abgesprungene Ketten sorgten für kleine technische Pausen. Dazu kamen einige Sonnenbrände und schmerzende Oberschenkel nach den langen Etappen. Der Muskelkater konnte die Gruppe jedoch nicht bremsen, denn schon hinter der nächsten Kuppe warteten Ausblicke, die abseits der ausgebauten Radwege sonst kaum zu sehen sind.

An den letzten beiden Tagen kehrte die Sonne endgültig zurück. Bei strahlendem Wetter meisterte die Gruppe die letzten Kilometer, vorbei an Weinbergen und Olivenhainen, bis der Gardasee zwischen den Bäumen aufblitzte. Nach fünf Tagen, 407 Kilometern und 4730 Höhenmetern ein traumhafter Ausblick, den sie zehn Monate lang gemeinsam geplant hatten.

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