Papst Leo XIV. hat den Münsterschwarzacher Benediktinerpater Dr. Noach Heckel zum Berater des vatikanischen Dikasteriums für den Klerus ernannt. Geboren ist der Pater in Rothenburg.
Die Stadt Rothenburg ist allerdings „nur“ sein Geburtsort. Wie Pater Noach gegenüber unserer Reaktion mitteilte, haben seine Eltern im Jahr 1971 ganz kurz hier gewohnt und sind dann nach Estenfeld umgezogen, wo sie gebaut haben.
Später folgten – aus beruflichen Gründen – weitere Umzüge. Mittlerweile leben seine Eltern wieder in Estenfeld. Er ging in Würzburg ins Riemenschneider-Gymnasium und ist seit 2002 Mönch der Benediktinerabtei Münsterschwarzach.
So verbrachte Markus Heckel nur die ersten drei Monate in Rothenburg. Er kennt die Stadt aber aus verschiedenen Besuchen touristischer Natur.
Was seine Tätigkeit als Konsultor angeht, kann er noch nichts sagen, da dies erst noch auf ihn zukommen wird. „Äußerlich wird sich hierdurch jedenfalls nicht viel ändern, da ich weiterhin schwerpunktmäßig meine Tätigkeit als Professor für Kirchenrecht in Trier wahrnehmen werde.“
Diese Vatikanbehörde der Römischen Kurie, für die er beratend nun tätig ist, unterstützt Priester und Diakone in den Bistümern weltweit. Sie befasst sich, wie kirchlichen Pressemitteilungen zu entnehmen ist, mit allen Fragen der spirituellen und pastoralen Bildung und begleitet den Diözesanklerus bei der Ausübung seines priesterlichen Dienstes.
Geleitet wird das Dikasterium von Kardinälen und Bischöfen. Diese werden von Konsultoren beraten. Neben Pater Noach wurden noch elf weitere Beratende ernannt, darunter zwei Ordensfrauen. Zudem berief Papst Leo XIV. 22 Kardinäle und Bischöfe zu Mitgliedern des Dikasteriums.
Rechtswissenschaften hatte der Pater an der Universität Würzburg studiert, wo er 1997 sein Erstes Juristisches Staatsexamen ablegte. Im Jahr 1999 promovierte er zum Dr. iur. und setzte sein Studium fort, um 2005/2006 seine Promotion zum Dr. iur. utr. zu erweitern.
Nach seinem Studium arbeitete Heckel, wie seinem Lebenslauf zu entnehmen ist, als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Steuerrecht, Bürgerliches Recht, Handelsrecht und Zivilprozessrecht der Universität Würzburg. Er absolvierte sein Rechtsreferendariat, das er 2000 mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen abschloss. Von 2002 bis 2004 war er Staatsanwalt am Landgericht Traunstein, bevor er in die Benediktinerabtei Münsterschwarzach eintrat.
Neben seiner juristischen Laufbahn studierte er Katholische Theologie an den Universitäten Würzburg, Nairobi/Kenia und Münster. Im Jahr 2010 wurde er zum Priester geweiht.
Pater Noach war laut Mitteilung der Abtei Münsterschwarzach von 2017 bis 2022 Missionsprokurator der Abtei, seit 2022 ist er Professor für Kirchenrecht an der Theologischen Fakultät Trier.