„Natur, Klimabewusstsein und Spiritualität stehen im Mittelpunkt – und laden dazu ein, Landschaft neu zu entdecken: als Lebensraum, Kraftquelle und Ort der Begegnung.” So kündigt der Tourismus-Service den Auftakt des Themenjahres an.
„Wald, Wandel und Wege zur inneren Ruhe”, ist in der Information zu lesen. Erklärt wird: „Mit gleich drei besonderen Veranstaltungen eröffnet Rothenburg im März sein Themenjahr.”
Zum Auftakt ist ein Termin mit Stadtförster Daniel Gros geplant unter dem Motto „Unterwegs mit dem Förster – Klimawandel im Stadtwald erleben”. Treffpunkt ist am Dienstag, 17. März, um 14 Uhr am Marktplatzbrunnen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, der Eintritt ist frei.
Der Tourismus-Service wirbt: „Wenn es um die grüne Lunge Rothenburgs geht, kennt er jeden Baum persönlich: Stadtförster Daniel Gros nimmt Interessierte mit auf eine fachkundige Wanderung durch den städtischen Forst.” Unter dem Titel „Klimawandel und die Auswirkungen auf unseren Wald“ zeige er, was sich längst sichtbar verändert habe: Sonnenbrand an Baumrinden, geschwächte Kronen, Trockenstress, neue Herausforderungen für heimische Arten. Anschaulich und verständlich erkläre er, wie Hitze und lange Trockenperioden das ökologische Gleichgewicht beeinflussen.
Doch die Führung bleibt nicht beim Blick auf Probleme stehen. Stadtförster Gros berichtet auch, wie aktiv gegengesteuert werde: Mit Zukunftsbäumen und vielfältigen Mischwald-Konzepten arbeitet das Forstteam daran, den Wald widerstandsfähiger und artenreicher zu gestalten – damit er auch kommenden Generationen Schatten, Sauerstoff und Lebensraum bietet. Die familiengeeignete Wanderung verbinde Naturerlebnis mit fundiertem Wissen und mache deutlich, dass Klimaanpassung direkt vor der eigenen Haustür beginnt. Ein zweiter Termin ist im Herbst geplant: am 13. Oktober.
Mit der Tagung „Naturspiritualität“ richtet sich der Blick am Samstag, 21. März, von 9 bis 15.30 Uhr im Gemeindehaus St. Jakob auf eine „andere Dimension der Landschaft: ihre spirituelle Kraft”, ist in der Information zu lesen. Referent ist Pfarrer Dr. Detlef Lienau. Der thematische Vormittag widme sich von 9 bis 12 Uhr Impulsen und Vorträgen rund um die Frage, wie Naturerfahrung und Spiritualität zusammenfinden können. Der Nachmittag biete Raum für Austausch über aktuelle Entwicklungen rund um das Pilgern und das Jakobsweg-Netzwerk. Auch eine Teilnahme nur am Vormittag ist möglich. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Angemeldet werden kann sich bis Mittwoch, 18. März, bei Pfarrer Dr. Oliver Gußmann.
Dieser wird den dritten Termin im März gestalten. Überschrieben ist dieser mit „Pilgerweg zum Neusitzer Labyrinth – Gehen, entdecken, ankommen”. Terminiert ist er für Sonntag, 22. März, von 14 bis 17 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, Start ist an der Jakobskirche.
Der Tourismus-Service schreibt: „Wer mit Pfarrer Dr. Oliver Gußmann unterwegs ist, erlebt Pilgern als etwas sehr Gegenwärtiges. Als Gästepfarrer an St. Jakob begleitet er regelmäßig Menschen auf ihrem Weg durch Rothenburg und das Taubertal – und öffnet Räume für Besinnung, jenseits fester Rituale.” Der Pilgerweg zum Neusitzer Labyrinth vermittle, was Pilgern bedeuten könne und wie ein persönlicher Einstieg gelingt. „Geschichte, Theologie und Naturerlebnis verbinden sich zu einem bewussten Unterwegssein. Dabei wird erfahrbar, wie sich Glaube in Landschaft und Stadt widerspiegelt – in der gotischen Architektur ebenso wie auf stillen Wegen außerhalb der Mauern.” Der Spaziergang lade dazu ein, „innezuhalten, den Atem der Landschaft wahrzunehmen und vielleicht auch sich selbst ein Stück näherzukommen”.
Die drei März-Termine setzen dem Tourismus-Service zufolge bewusst unterschiedliche Akzente und zeigen doch ein gemeinsames Anliegen: „Rothenburg als Stadt.Landschaft.Natur ganzheitlich zu erleben. Der Wald als schützenswertes Ökosystem. Die Natur als spiritueller Resonanzraum. Das Gehen als bewusste Form der Begegnung.”
Ob fachkundige Waldwanderung, theologischer Impuls oder gemeinsamer Pilgerweg – der Auftakt des Themenjahres verbinde „Wissen mit Erfahrung” und lade Bürgerinnen, Bürger sowie Gäste gleichermaßen ein, sich „auf neue Perspektiven einzulassen”.