Wie wird unsere Mobilität im Jahr 2050 aussehen? Wie werden wir dann leben, wie arbeiten? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich die Wanderausstellung „Futur II – Mobilität 2050 in der Metropolregion Nürnberg – Wie wir es geschafft haben werden“, die im Kulturforum Ansbach zu sehen ist. Am Freitagabend wurde sie eröffnet.
In einem Tunnel mit optischer Täuschung beginnt eine Zeitreise für die Besucher. Wer hindurch geht, gelangt in die kleine Ausstellung, die anhand eines Zeitstrahls aufgebaut ist. Futuristisch gestaltete Räume mit eigenen Themenschwerpunkten vermitteln, wie unsere Mobilität 2050 aussehen könnte.
Während zu Beginn auf erfolgreiche Erfindungen im Bereich der Mobilität aus der Metropolregion zurückgeblickt wird, zeigen KI-generierte Bilder im weiteren Verlauf der Ausstellung, wie wir uns in Zukunft fortbewegen könnten: Welche Antriebsformen setzen sich durch? Wie genau werden Personen und Waren in Zukunft befördert? Auf diese Fragen versucht die Ausstellung Antworten zu finden.
Infotafeln und Grafiken laden die Besucher ein, sich in ein mögliches Zukunftsszenario einzudenken. Am Ende zeichnet sich ein Gesamtbild: Drohnen in der Luft, begrünte Häuserdächer und Roboter, die Felder abernten – so könnte es in 25 Jahren aussehen. Die Ausstellung „Futur II“ stammt aus einer Kooperation zwischen dem Deutschen Museum Nürnberg und dem Projekt „transform_EMN“ der Metropolregion, das Unternehmen dabei unterstützt, den Herausforderungen der Mobilitätswende zu begegnen.
Für Kuratorin Dr. Birte Hauser vom Deutschen Museum ist die optimistische Einstellung das Besondere: „Die Ausstellung stellt Lösungen in den Vordergrund, nicht die Probleme.“ Es gehe darum, sich nicht ängstlich mit der Zukunft zu beschäftigen, sondern auf inspirierende Weise. Die Leiterin des Deutschen Museums, Marion Grether, sieht die Ausstellung auch als Raum für Diskussion: „Jeder kann sich beim Besuch einmal Gedanken machen, was der eigene Beitrag zum Mobilitätswandel sein könnte“, erklärte sie bei der Eröffnung.
Dass die Wanderausstellung auch in Ansbach Halt macht, begrüßte die Vorsitzende des Kulturforums, Elisabeth Meisel, besonders. Als die Anfrage kam, war sie sich gleich sicher: „Diese Ausstellung ist eine große Chance für die Stadt und auch für uns als Einrichtung.“ Das bekräftigte auch Oberbürgermeister Thomas Deffner: „Gerade unsere Region ist vom Wandel in der Automobilindustrie betroffen. Die Stadt unterstützt die Ausstellung deshalb sehr gerne.“ Sie sei eine Chance für die Bevölkerung, einen Blick in eine mögliche Zukunft der Region zu werfen, so Deffner, der auch politischer Sprecher des Forums Wirtschaft und Infrastruktur der Metropolregion Nürnberg ist.
Neben Infotafeln und Bildern bietet die Ausstellung für die Besucher auch interaktive Elemente: KI-Roboter und digitale Avatare geben Einblicke in die Welt der Zukunft, interaktive Quizterminals mit Gestensteuerung laden die Besucher ein, ihr gewonnenes Wissen weiter zu vertiefen. Nachdem die Wanderausstellung bereits in Nürnberg und Bamberg zu Gast war, ist sie nun bis Sonntag, 23. Februar, im Kulturforum Ansbach, Reitbahn 3, zu sehen. Sie ist mittwochs bis sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie mittwochs und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Anschließend zieht sie weiter nach Coburg und Selb.