Bahnreaktivierung bis Wilburgstetten? – Bernreiter will nichts versprechen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 14.02.2025 07:00

Bahnreaktivierung bis Wilburgstetten? – Bernreiter will nichts versprechen

Ortstermin am stillgelegten Bahngleis: Mit dem Bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter (Dritter von links) diskutierten OB Dr. Christoph Hammer, CSU-Stadträtin Kyra Hofmann, JU-Kreisvorsitzender Valentin Huber, MdB Artur Auernhammer (von rechts), Bürgermeisterin Nora Engelhard und CSU-Fraktionsvorsitzender Klaus Huber (von links) über die Chancen der Reaktivierung der Linie von Dombühl nach Wilburgstetten. (Foto: Martina Haas)
Ortstermin am stillgelegten Bahngleis: Mit dem Bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter (Dritter von links) diskutierten OB Dr. Christoph Hammer, CSU-Stadträtin Kyra Hofmann, JU-Kreisvorsitzender Valentin Huber, MdB Artur Auernhammer (von rechts), Bürgermeisterin Nora Engelhard und CSU-Fraktionsvorsitzender Klaus Huber (von links) über die Chancen der Reaktivierung der Linie von Dombühl nach Wilburgstetten. (Foto: Martina Haas)
Ortstermin am stillgelegten Bahngleis: Mit dem Bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter (Dritter von links) diskutierten OB Dr. Christoph Hammer, CSU-Stadträtin Kyra Hofmann, JU-Kreisvorsitzender Valentin Huber, MdB Artur Auernhammer (von rechts), Bürgermeisterin Nora Engelhard und CSU-Fraktionsvorsitzender Klaus Huber (von links) über die Chancen der Reaktivierung der Linie von Dombühl nach Wilburgstetten. (Foto: Martina Haas)

Kommt die Bahn? Eine klare Antwort gab es am Mittwoch bei einem Austausch über die Bahnreaktivierung mit dem Bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) nicht. Alles kommt jetzt auf den Kosten-Nutzen-Faktor an. Ohne ein positives Ergebnis gibt es kein Geld vom Bund.

Der Kosten-Nutzen-Faktor berücksichtigt die volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Effekte nach der Umsetzung von Bahnprojekten. Kriterien wie Reisezeiten, Betriebskosten, Sicherheit und Umweltfreundlichkeit werden finanziell bewertet. Die standardisierte Bewertung ist ein bundeseinheitlich vorgegebenes Bewertungsverfahren, über das die Förderwürdigkeit von Bahnprojekten geprüft wird. Wird ein Ergebnis höher als 1,0 erzielt, ist der Nutzen nachgewiesen.

Auf den Namen „Wassertrüdingen“ haben der Bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter (Zweiter von rechts) den Zug getauft, der als erster den Bahnhof auf der reaktivierten Linie verlassen hat. Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag, 15. Dezember, läuft dann der reguläre Bahnbetrieb an. (Foto: Martina Haas)
Auf den Namen „Wassertrüdingen“ haben der Bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter (Zweiter von rechts) den Zug getauft, der als erster den Bahnhof auf der reaktivierten Linie verlassen hat. Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag, 15. Dezember, läuft dann der reguläre Bahnbetrieb an. (Foto: Martina Haas)

Einzigartig in Deutschland: Nördliche Hesselbergbahn in Wassertrüdingen reaktiviert

Der Bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter war am Samstag unter den ersten Fahrgästen. Die erste Testfahrt ging Richtung Gunzenhausen.

Analyse soll im März oder April vorliegen

Das Reaktivierungsprojekt Dombühl-Wilburgstetten will mit Ökologie punkten, hieß es. Absprachen mit den Stadtwerken Dinkelsbühl liefen bereits. Mit dem Ergebnis der Analyse wird im März oder April gerechnet, äußerte Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer in der Gesprächsrunde, zu der CSU-Wahlkreisabgeordnete im Bundestag, Artur Auernhammer, ins Dinkelsbühler Rathaus eingeladen hatte. Der Rathauschef verwies auch auf die Bedeutung der Bahn für die regionale Wirtschaft und den Tourismus.

Verkehrsminister Bernreiter betonte das bisherige Engagement des Freistaates Bayern für das westmittelfränkische Reaktivierungsprojekt, unter anderem mit einer Bestellgarantie von 15 Jahren: „Mehr kann man nicht tun“, meinte er. Er erinnerte aber auch daran, dass der Freistaat nicht in die Infrastruktur investiere, und erwähnte die milliardenschweren Vorhaben des Bundes beim Straßen- und Schienennetz.

Sie besprachen am Bahnhof Dombühl die Möglichkeiten zur Reaktivierung der Strecke nach Wilburgstetten (von rechts): Der grüne Landtagsabgeordnete Martin Stümpfig, Dombühls Bürgermeister Jürgen Geier, der grüne Bundestagsabgeordnete Matthias Gastel, der Geschäftsführer der Mittelfränkischen Eisenbahnbetriebs GmbH, Heino Seeger und Grünen-Direktkandidat Sebastian Amler. (Foto: Winfried Vennemann)
Sie besprachen am Bahnhof Dombühl die Möglichkeiten zur Reaktivierung der Strecke nach Wilburgstetten (von rechts): Der grüne Landtagsabgeordnete Martin Stümpfig, Dombühls Bürgermeister Jürgen Geier, der grüne Bundestagsabgeordnete Matthias Gastel, der Geschäftsführer der Mittelfränkischen Eisenbahnbetriebs GmbH, Heino Seeger und Grünen-Direktkandidat Sebastian Amler. (Foto: Winfried Vennemann)

Rollen im Jahr 2027 die Züge nach Wilburgstetten?

Die stillgelegte Bahnstrecke ab Dombühl soll reaktiviert werden. Der Kampf um die Fördermittel des Bundes ist daher im vollen Gange.

Angespannte Haushaltslage

„Dinkelsbühl braucht Hilfestellung“, forderte Hammer. Auch MdB Auernhammer mahnte, dass das Reaktivierungsprojekt trotz angespannter Haushaltslage des Bundes nicht untergehen dürfe. Der CSU-Vorsitzende im Stadtrat, Klaus Huber, bat den Abgeordneten, in Berlin auch weiterhin Druck für das Vorhaben zu machen. Der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Valentin Huber, betonte, dass in der Region viele Menschen hinter der Bahnreaktivierung stünden. Die Realisierung würde die Region „pushen“, war er überzeugt.

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Die Kosten für die Wiederinbetriebnahme werden laut OB aktuell auf rund 45 Millionen Euro geschätzt. Minister Bernreiter wollte seinen Gesprächspartnern im Dinkelsbühl Rathaus angesichts anstehender Bahn-Großprojekte wie Korridorsanierungen nichts versprechen: „Es liegt eine riesige Aufgabe vor uns.“

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