Für herausragende Leistungen in der Hochschullehre ist die Biotechnologie-Professorin Dr. Sibylle Gaisser mit dem „Bayerischen Preis für Gute Lehre“ ausgezeichnet worden. Wissenschaftsminister Markus Blume überreichte die Auszeichnung an die Ansbacherin.
Im Zentrum des Lehrkonzeptes von Professorin Gaisser steht ein klarer Ansatz: Lernen funktioniert am besten durch aktives Handeln. Statt passivem Zuhören setze sie konsequent auf Formate, in denen Studierende eigenständig arbeiten, Verantwortung übernehmen und sich Wissen selbst erschließen, erläutert die Hochschule Ansbach in einer Pressemitteilung.
Schon früh im Studium werden praktische Kompetenzen aufgebaut – etwa durch einen „Laborführerschein“, der an selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten heranführt. Im weiteren Verlauf bearbeiten Studierende eigene Forschungsprojekte, präsentieren Ergebnisse auf Konferenzen und entwickeln praxisnahe Geschäftsideen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen. In Ethikseminaren simulieren Studierende Entscheidungsprozesse, wie sie etwa in Ethikkommissionen vorkommen. Auch der kritische Umgang mit Künstlicher Intelligenz wird gezielt geschult: Inhalte aus KI-Systemen sollen hinterfragt und mit eigenen Recherchen abgeglichen werden.
Ferner legt Sibylle Gaisser großen Wert auf interkulturellen Austausch und innovative Lehrmethoden wie Postersessions. Ergänzende Kulturaktivitäten – etwa Projekte in Chor, Band oder Poetry Slam – fördern Soft Skills wie Teamarbeit, Organisation und Reflexionsfähigkeit, heißt es im Pressetext weiter.
Mit der Auszeichnung werde ein ganzheitliches Lehrkonzept gewürdigt, das Fachwissen, kritisches Denken und persönliche Entwicklung verbindet. Gaisser selbst fasst das Konzept so zusammen: „Hochschullehre ist ein Erfahrungsraum, in dem nachhaltiges Lernen durch aktives Tun entsteht.“