Einen äußerst erfreulichen fünften Platz erreichten Sophia Botsch vom TSV Ansbach und Felix Dachlauer vom TV Bad Windsheim bei der Deutschen Meisterschaft im Mixed-Beachvolleyball.
23 Mannschaften aus ganz Deutschland traten auf den Feldern in der Ingolstädter Innenstadt und auf dem Beachvolleyballgelände am Baggersee in insgesamt acht Vorrundengruppen an. Für die Teilnahme an der Meisterschaft musste man sich durch entsprechende Platzierungen bei Landesmeisterschaften oder ausreichend viele bei hochklassigen Turnieren gewonnene Punkte qualifizieren.
Das Duo aus Mittelfranken wurde auf Platz 21 gesetzt und rechnete sich Außenseiterchancen aus. Diese nutzten die beiden konsequent. Nach einem gewonnenen und einem verlorenen Spiel schlossen sie die Gruppenphase als Zweite ab und stießen in dem sich anschließenden Double-Elimination-Modus auf einen Gruppendritten einer anderen Gruppe.
Bei diesem im Beachvolleyball üblichen K.-o.-Rundensystem scheidet ein Team erst beim zweiten verlorenen Spiel aus. Zunächst spielen alle Mannschaften im Gewinnerbaum, nach einem verlorenen Spiel wechseln sie in den Verliererbaum. Im Finale treffen die verbliebenen Mannschaften beider Bäume aufeinander.
Botsch und Dachlauer gewannen zunächst gegen Katharina Dick und Jan Malle aus Ettlingen und gegen Ida Burbulla und Jan Westerheide aus Köln jeweils mit 2:0. Dann warteten auf dem Centercourt in der Innenstadt die Deutschen Meister des Vorjahres, Tanita Gartz und Mischke Eyk (Berlin/Bitterfeld). Vor schöner Zuschauerkulisse bot die Mannschaft aus Franken lange Zeit Paroli und es entwickelte sich ein spannender erster Satz, den die Favoriten aus Ostdeutschland mit 15:13 knapp für sich entschieden. Der zweite Satz war eine vergleichsweise klare Angelegenheit (10:15).
Im Verliererbaum ging es gegen Paula Erdmann und Martin Frenz (Bielefeld). Botsch und Dachlauer fanden im ersten Satz viel besser ins Spiel (15:10), dann wendete sich das Blatt (9:15). Der entscheidende Tie-Break war enorm spannend. Botsch/Dachlauer gelangen eine ganze Reihe von Breaks (12:7, 13:9). Grundlos riss plötzlich der Faden und der Gegner kam heran (13:13, 14:14). Immer wieder hatten Botsch/Dachlauer einen Punkt Vorsprung, konnten aber drei Matchbälle nicht verwandeln. Bei 16:17 wehrten sie den ersten Matchball der Bielefelder Paarung ab und holten mit ihrem vierten Matchball zum 19:17 den Sieg.
Gegen Larissa Dosenbach und Christian Walser aus Frankfurt gelang ein klarer Sieg (15:8, 15:12) und dann ging es auf dem Ingolstädter Paradeplatz vor vielen Zuschauern um den Einzug ins Halbfinale gegen Sandra Ferger und Niklas Hangebrauk aus Osnabrück. Botsch/Dachlauer handelten sich gegen die favorisierte Paarung gleich einen Zwei-Punkte-Rückstand ein, den sie nicht verkürzen konnten (13:15). Im zweiten Satz lagen Botsch/Dachlauer schon mit 7:13 zurück, kamen auf 11:13 heran und mussten dann aber auch den zweiten Satz abgeben (11:15), so dass sie das Turnier auf dem fünften Platz abschlossen.
Im Finale setzten sich Alina Hellmich und Maximilian Pelle aus Nordrhein-Westfalen gegen Julia Jungmann und Kim Huber (Heidelberg/Ingolstadt) durch.