Ein besinnliches Konzert konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer in der Heilig-Geist-Kirche erleben. Der Madrigalchor Dinkelsbühl und der Liederkranz Wildenstein boten ein Programm mit adventlichen und weihnachtlichen Stücken.
Voll besetzt war der Kirchenraum, der am zweiten Adventssonntag eine besonders wohlige Atmosphäre ausstrahlte. Mit dem Titel „A Special Night“ war das Konzert überschrieben, das die Besucherinnen und Besucher auf die vorweihnachtliche Zeit einstimmte.
In dem gut einstündigen Konzert waren zwei sehr unterschiedliche Chöre zu hören. Zum einen der gastgebende Madrigalchor Dinkelsbühl – ein gemischter Chor, in dem die Frauenstimmen eindeutig dominieren. Zum anderen der Liederkranz Wildenstein – ein reiner Männerchor.
So entstand ein interessanter klanglicher Kontrast zwischen den beiden Ensembles mit einem einerseits hell-strahlenden und andererseits einem warmen, dunklen Chorklang.
Genau genommen waren an diesem Abend in der Heilig-Geist-Kirche aber drei Gesangsformationen zu hören, denn auch das Publikum wurde bei Stücken wie „Tochter Zion“ aus dem Oratorium „Judas Maccabäus“ von Georg Friedrich Händel oder dem Lied „Es ist ein Ros’ entsprungen“ eingebunden.
Die Zahl der reinen Männerchöre hat in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen. Umso erstaunlicher, dass der Liederkranz Wildenstein noch in einer rund 25 Sänger starken Besetzung antreten kann. Wie Vorsitzender Karlheinz Kellermann verriet, ist der älteste Sänger 90, der jüngste 30 Jahre alt. Beide waren beim Konzert in Dinkelsbühl aber nicht dabei. Der Altersdurchschnitt des Chores liegt bei knapp 70 Jahren.
Unter der Leitung von Franz Litak waren also erfahrene Sänger am Werk, die traditionelle Stücke wie „Machet die Tore weit“, aber auch modernere Kompositionen zu Gehör brachten.
Mit „In dulci jubilo“ eröffnete der Madrigalchor Dinkelsbühl das Konzert. Unter der Leitung von Diana Meyer, die das Ensemble erstmals öffentlich dirigierte, präsentierte sich der Chor in guter stimmlicher Verfassung. Es wurde sauber und klangschön gesungen. Die Moderation des Programms übernahm Petra Zitzmann-Brand.
Nach dem titelgebenden und abschließenden Stück „A Special Night“ von Don Besig war den Mitwirkenden langer Beifall der Konzertbesucher sicher.