Feuchtwanger Klaviersymposium: Subtile Überraschungen beim Abschlusskonzert | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 10.04.2026 18:01

Feuchtwanger Klaviersymposium: Subtile Überraschungen beim Abschlusskonzert

Musizierten ein Mozart-Andante vierhändig: Daniel Beskow (links) und Thomas Rohde beim Abschlusskonzert des Feuchtwanger Klaviersymposiums. (Foto: Thomas Wirth)
Musizierten ein Mozart-Andante vierhändig: Daniel Beskow (links) und Thomas Rohde beim Abschlusskonzert des Feuchtwanger Klaviersymposiums. (Foto: Thomas Wirth)
Musizierten ein Mozart-Andante vierhändig: Daniel Beskow (links) und Thomas Rohde beim Abschlusskonzert des Feuchtwanger Klaviersymposiums. (Foto: Thomas Wirth)

Nach wie vor ist es verblüffend, wie Peter Feuchtwangers Klavierkunst weiterwirkt. Wer sie kennenlernen wollte, dem boten die Abschlusskonzerte seiner Meisterkurse reichlich Eindrücke. Und ja, der Abschlussabend des Klaviersymposiums klang nun wahrhaft wie einer eines Feuchtwanger Meisterkurses – zehn Jahre nach dem Tod des Meisters.

Zehn Pianistinnen und Pianisten gestalteten am Donnerstag das Abschlusskonzert in der Feuchtwanger Stadthalle Kasten. Das Programm, ganz im Geiste Peter Feuchtwangers, kleinteilig angelegt. Es bot 14 Stücke, darunter etliche, die als kleine Entdeckungen, als Raritäten gelten mögen und auf jeden Fall nicht zum Kernbestand des pianistischen Repertoires gehören. Für übersehene Klavierschönheiten hatte Peter Feuchtwanger seit je ein Faible.

Feinzeichner und Pastellmalerinnen

Bei all den individuellen Unterschieden, die entstehen, wenn zehn Menschen nacheinander am gleichen Flügel musizieren, wirkte das Programm aber nie kunterbunt zusammengewürfelt, auch wenn es das sein mochte. Die Gemeinsamkeit stiftete der Lehrer.

Zu erleben waren durchwegs Interpretationen und auch eine Improvisation, die leise und behutsam zum Hinhören, zum Mitfühlen und Nachdenken verführten. Niemand forcierte, niemand schob sein Ego vor die Werke. Die Musik durfte sich entfalten und der Flügel sacht singen und klingen. Es war ein Abend der Feinzeichner und Pastellmalerinnen.

Daniel Beskow und Thomas Rohde breiteten ein zartes Mozart-Andante für vier Hände aus. Birgit Nerdinger versenkte sich in Liszts Liedtranskription von Schuberts „Wanderer”, Christian Loeschke entlockte mit Peter Feuchtwangers persisch inspirierter „Tariqa I” dem Flügel flirrend perkussive Santur-Klänge.

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Thomas Wirth
Thomas Wirth
Redakteur im Ressort „Kultur“
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